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ADHS

Erst in den letzten Jahren wurde ADHS auch in der Öffentlichkeit bekannt, auch wenn diese Erkrankung, anders als oft manchen Medien dargestellt, keine Modeerkrankung und auch keine besondere Krankheitserscheinung unserer Zeit ist. Die ADHS, ausgeschrieben Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung, ist eine Erkrankung, welche nicht nur die Familie, die ein erkranktes Kind hat, sehr verstört, sondern auch das Kind selbst sehr beeinträchtigt. Erste Anzeichen für eine ADHS sind bei einem erkrankten Kind bereits im Mutterleib zu finden. Bereits dort zeigt sich eine Unruhe, die bei nicht an ADHS erkrankten Kindern nicht in der häufigen, das heißt der allgemeinen, Form zu finden ist. Im Alter bis zu drei Jahren ist dann ein auffällig häufiges Schreiverhalten zu erkennen, bei dem keine Ursachen zu erkennen sind.

Solche „Schreikinder“ kennt jeder aus seinem näheren oder weit gefassten Umfeld, weshalb wohl jeder bereits mindestens ein Mal mit einem an ADHS erkrankten Kind in Berührung gekommen ist. Im Alter von drei bis sechs Jahren zeigt sich dann häufig ein sprunghaftes Verhalten, das keine offensichtlichen Ursachen zu haben scheint. Schnell verlieren ADHS-Kinder das Interesse am Spiel, wenn es nicht zu den erwünschten Erfolgen kommt und zeigen auch schneller als andere Kinder in ihrer Altersgruppe Desinteresse. Auch in der Motorik sind an ADHS erkrankte Kinder oft zu erkennen. Eine grobe Motorik, die oft übertrieben scheint, wie auch eine aufdringliche Sprache und laute Stimme sind oft als Symptome zu erkennen.

Sollten die genannten Merkmale auftreten, ist dies nicht unbedingt jedes Mal ein Zeichen dafür, dass ein Kind an ADHS leidet, schließlich ist jedes Kind eine individuelle Person mit unterschiedlichen Ausdrucksweisen. Dennoch sollte hier unbedingt ein Arzt aufgesucht werden oder eine Beratung erfolgen. Weitere Informationen über die ADHS sind auch bei den Krankenkassen der Gesetzlichen Krankenkasse und bei den Privaten Krankenversicherungen erhält, je nachdem, bei welcher Kasse das Kind versichert ist. Wichtig ist, hier keine übertriebene Scheu an den Tag zu legen als Eltern und sich keiner Beratung zu entziehen aus dem Grund, „was andere denken könnten“. Bei Krankheiten geht es niemals darum, was jemand anderes denken könnte, sondern um die eigene Gesundheit – oder im Falle von ADHS um die Gesundheit des Kindes, und auch darum, dem Kind eine Chancengleichheit und damit ein selbständiges Leben in der Zukunft zu ermöglichen.