Abhängigkeit
Wir leben in einer Zeit, in welcher der Griff zu einem Suchtmittel oder zu einer Suchtbefriedigung fast schon zum Alltag geworden ist. Sei es Alkohol, verschiedene Arten von Drogen, Sex, Internet oder das ständige Kaufen nützlicher und auch unnützer Sachen – Abhängigkeit, Sucht, zieht sich quer durch unsere ganze Gesellschaft. Dabei mit dem Finger auf den zu zeigen, der am Kiosk steht mit einer Pulle Bier oder einer Flasche Schnaps, führt eher zur Verdrängung des eigenen Suchtpotenzial denn zu einer Veränderung der gesellschaftlichen Situation. Denn Sucht ist heute gesellschaftsfähig geworden.
Trinken gehört zum guten Ton, Shoppen ist etwas Alltägliches geworden, wer viel Sex mit wechselnden Partnern hat, wird heute nicht mehr schräg angesehen, eher belächelt. Durch die zunehmende Kälte zwischen den Menschen brechen auch immer mehr Dämme auf, welche die Süchte in ihrer Auslebung erst ermöglichen. Und genau hier gilt es, Ansätze zu finden, Behandlungsmöglichkeiten zu suchen, die zu dem eigenen Suchtverhalten und dem eigenen Suchtmuster passen. Sucht ist nichts, wofür man sich verteufeln sollte, aber Sucht ist eine Krankheit, die einer Behandlung bedarf. Inzwischen bieten gerade die Krankenkassen viele Informationen in diesem Bereich an. Zu den Ursachen der Sucht siehe Punkt: Suchtentstehung.