Abstrich
Gerade bei dem Verdacht auf eine Infektion kann entweder vom Speichel ein Abstrich entnommen werden, um feststellen zu können, was die Ursache der Erkrankung ist und welche Viren oder Bakterien dafür verantwortlich sein könnten. Abstriche werden entnommen mit Wattetupfern, mit Spateln oder auch mit kleinen Bürsten.
Um Abstriche untersuchen zu können, werden unterschiedliche Methoden angewandt, je nach Art der Untersuchung.
- Infektionsverdacht – Hier wird der entnommene Abstrich im Normalfall auf eine Nährlösung oder eine Nährboden aufgebracht. Danach sollte umgehend der Transport in ein entsprechendes Labor erfolgen. Je nach Erreger entsteht dann auf dem Nährboden oder in der Nährlösung eine „Kultur“ von Pilzen oder Bakterien, immer abhängig davon, was für ein Erreger vorliegt.
- Tumorverdacht bzw. Ausschluss des Verdachts auf eine Tumorerkrankung – Anstatt auf einen Nährboden oder in einer Nährlösung wird der Abstrich auf ein Plättchen aus Glas aufgestrichen, fixiert mit einer Lösung und dann mittels eines Präparates einer Färbung unterzogen. Danach erfolgt die Auswertung unter einem Mikroskop. Diese Art des Abstriches bezeichnet man im Allgemeinen übrigens als Zellabstrich.
- Nativpräparate – Bei dieser Untersuchung bleibt das Material aus dem Abstrich völlig unbehandelt und wird direkt betrachtet unter dem Mikroskop. Hierbei kann es sich um alle möglichen Abstriche handeln, die untersucht werden.
- Abstrich von der Wange – Dies ist eine Untersuchung, die eingesetzt werden kann bei der DNA-Analyse. Hierbei wird aus dem Abstrich von einigen, wenigen Schleimhautzellen das Erbmaterial bestimmt.
Abstriche werden von verschiedenen Körperstellen entnommen. Am häufigsten an schlecht heilenden Wunden, was vor allem an Diabetes Erkrankte betrifft. Im Rachen, was die Diagnose bei eine Angina vereinfacht, zum Beispiel zum Feststellen ein eitrigen Angina. Im Auge von Bindehaut und Hornhaut. Und auch im weiblichen Genitalbereich werden häufig Abstriche entnommen. Hierbei geht es unter anderem um den Ausschluss von in diesem Bereich auftretenden Tumorerkrankungen und auch, um zum Beispiel eine Pilzerkrankung ausschließen zu können. In der Krebsvorsorge bei Frauen über 35. sind Abstriche eine gängige Untersuchungsmethode. Dabei gibt es nur selten Komplikationen, höchsten bei der Entnahme eines Abstrichs vom Muttermund kann es zu einer leichten Schmierblutung kommen. Diese ist jedoch nicht gefährlich und hört von selbst auf nach kurzer Zeit.