Abwehrschwäche
Eine Abwehrschwäche kann angeboren sein, oder tritt nach falscher Lebensweise auf. Übermäßiger Nikotinkonsum, Alkohol, Drogen, ungesunde Ernährung, Stress, zu wenig Schlaf und Bewegungsmangel können die Schutzfunktion des Körpers überfordern und so den Körper insgesamt schwächen. Aber auch Medikamente, Viren und schwere Allgemeinerkrankungen wie z.B. HIV-Infektionen, Diabetes, Leukämie , sind verantwortlich für die Abwehrschwäche. Auch das Lebensalter spielt eine entscheidende Rolle, so sind Säuglinge, chronisch Erkrankte oder ältere Menschen weniger abwehrstark.
Symptome
Tritt eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Infektionen mit Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten auf, fühlt man sich über längere Zeit, ohne erkennbaren Grund, schlapp und müde, so kann eine Abwehrschwäche der Grund sein.
Diagnostik
An erster Stelle stehen eine umfassende körperliche Untersuchung und die Erfassung der Krankengeschichte. Durch die Blutuntersuchung im Labor wird eine Bestimmung der Zahl der Abwehrzellen und der verschiedenen Antikörperfraktionen vorgenommen. Besteht der Verdacht eines Tumors, so schließen sich diagnostische Untersuchungen, wie Sonographien, CT, MRT oder anderen bildgebenden Verfahren an.Behandlungsmöglichkeiten
Spricht man von einer Immunschwäche, ohne dass ernsthafte Krankheitsbilder die Ursache dafür sind, so bieten sich verschiedene Maßnahmen an, um das Immunsystem zu stärken. Diese können sein:- Achten auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung mit viel Obst und Gemüse.
- Sportliche Betätigung, wie Schwimmen, Jogging, Radfahren, Wandern, tägliche Spaziergänge an der frischen Luft.
- Trinken von 2-3 Liter Flüssigkeit am Tag.
- Abhärtung des Körpers durch Wechselduschen und Saunabesuche.
- Verzicht auf Alkohol, Nikotin und Drogen.
- Ausreichend Schlaf in nicht überheizten Räumen.
- Nutzung der verschiedenen Aktionen der Krankenkassen zur Steigerung der Fitness.
Für Menschen mit einer angeborenen Immunschwäche (Primäre Immun-Mangel-Erkrankung, PID), ist die frühzeitige Diagnose sehr wichtig, um Folgeschäden zu vermeiden. Nur selten kann hier geheilt werden, aber mit modernen biologischen Arzneimitteln, die aus menschlichem Blutplasma hergestellt werden, ist es möglich, die fehlenden Abwehrstoffe im Körper zu ersetzen und so gravierende Schädigungen zu unterbinden. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto eher können entsprechende Maßnahmen ergriffen werden.