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Adrenalin

Den meisten ist Adrenalin als das „Stresshormon“ bekannt. Vielen Extremsportlern wird nachgesagt, dass sie genau diesen Kick suchen, die Ausschüttung des Adrenalins. Dabei ist dieses Hormon eigentlich dazu gedacht, in Stress auslösenden Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und den Körper genau auf das Ereignis ausgerichtet zu sehen.
Der Name Adrenalin entstammt aus den beiden lateinischen Begriffen ad = zu und ren = Niere. Es wird im Mark der Nebenniere gebildet und wird in Stresssituationen ausgeschüttet ins Blut. Das Adrenalin bewirkt gleich mehrere Änderungen im Körperhaushalt:
  • Die Herzfrequenz wird gesteigert
  • Der Blutdruck steigt an
  • Die Bronchiolen werden erweitert
  • Es findet eine schnellere Bereitstellung statt von Energiereserven durch eine Lipolyse, das heißt, den Abbau von Fett
  • Glucose wird freigesetzt
  • Die Durchblutung wird reguliert und zentralisiert
  • Tätigkeit von Magen und Darm und wird gehemmt, um Energie für andere wichtige Körperfunktionen bereit zu haben.
Adrenalin war übrigens das erste Hormon, das auf reiner Basis hergestellt werden konnte, und dessen Aufbau dadurch dargestellt werden konnte. Die chemische Struktur wurde erstmals im Jahre 1904 durch Friedrich Stolz aufgezeichnet und beschrieben.

Adrenalin ist jedoch nicht nur ein vom Körper freigesetztes Hormon, sondern wird bereits seit längerem auch erfolgreich in der Medizin als Arzneimittel eingesetzt. Dies findet dabei vor allem seine Verwendung in der Notfallmedizin und bei Atemwegerkrankungen.