Aids
Übertragen werden kann der Virus durch Kontakt mit Blut, Sperma, Scheidenflüssigkeit oder Muttermilch mit offenen Hautstellen. Kaum eine Infektion ist zu erwarten durch Speichel, Tränen, Schweiß und Urin, da hier weniger Viren enthalten sind. Gefährdet sind daher Personen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr ausführen und Drogenabhängige, die unachtsam mit Spritzen umgehen.
Symptome
Nach Ansteckung mit dem HIV Virus können grippeähnliche Symptome, wie Hautausschlag, Müdigkeit, Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Lymphknotenschwellungen auftreten, die jedoch wieder vergehen. In der Folge können starke Durchfälle, Gürtelrose, Nervenerkrankungen an Armen und Beinen, Mundschleimhautveränderungen, bakterielle Infektionen und Pilzbefall auftreten. Im Endstadium ist die Aids Erkrankung gekennzeichnet durch einen völligen körperlichen Zerfall. Dazu zählen:- starker Gewichtsverlust
- Lungenentzündungen
- Pilzbefall von Speiseröhre, Luftröhre und der Lunge
- chronische Darmentzündung
- Einschränkungen der Gehirnfunktion
- bösartige Tumorerkrankungen (Hautkrebs, Blutkrebs, Gebärmutterhalskrebs)
Diagnose
Ist der Verdacht einer Ansteckung mit dem HIV Virus gegeben, ist schnellstmöglich ein Test auf Antikörper gegen HIV anzuraten. Dieser Test zeigt mit 96% Sicherheit das Ergebnis an und wird kostenfrei und anonym bei den regionalen Gesundheitsämtern durchgeführt.Therapie
Sollte eine Ansteckung mit dem Virus festgestellt werden, ist es unerlässlich sich sofort in ärztliche Betreuung zu begeben, um eine symptomatische HIV-Infektion so lange wie möglich heraus zu zögern.Durch die Einführung neuer Medikamente mit besseren Wirkstoffen ist die Prognose in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Zwar ist die Krankheit nicht heilbar, doch lassen sich die Symptome mit der entsprechenden Therapie kontrollieren.
Einen entscheidenden Beitrag zur Aufklärung und damit zur Vermeidung einer Ansteckung leisten die Krankenkassen mit Vorträgen in öffentlichen Einrichtungen.