A B E F H K V

Altersdiabetes

Eine der wohl am meisten unbemerkten Krankheiten ist die volkstümlich als Altersdiabetes bezeichnete Krankheit Diabetes Typ 2. Keine Krankheit hat eine höhere Dunkelziffer, die sich nicht nur auf das Verschweigen, sondern auch auf die schlichte Ahnungslosigkeit der Betroffenen bezieht. Was oftmals mit Bluthochdruck und/oder Übergewicht abgehandelt wird, äußerst sich in Kombination mit erhöhten Blutfettwerten und Harnsäurewerten letztendlich in Altersdiabetes. Da wenig bzw. kaum Beschwerden auftreten, kann sich diese Krankheit ungehindert entwickeln und somit unter Umständen irreparable Schäden anrichten. Nierenschädigung und Schädigung der Augen, Schlaganfall und Diabetischer Fuß sind schlechtesten Falles die ersten Anzeiger auf die ursächliche Krankheit Diabetes, welche hier dann schon irreversible Schäden verursacht hat.

Bei Diabetes Typ 2 handelt es sich um eine sogenannte Insulinresistenz. D.h. durch Essgewohnheiten unserer Wohlstandsgesellschaft hat sich der Körper im Laufe der Jahre eine Resistenz gegen die Wirkungsweise des körpereigenen und auch vorhandenen Insulins aufgebaut und kann somit die erforderliche stetig steigende Insulinproduktion nicht mehr aufrecht erhalten.

Als Wohlstandskrankheit betrifft Altersdiabetes mittlerweile ca. 8 Mio. Menschen in Deutschland; hinzu kommen immer jüngere Menschen, die betroffen sind. Um die Verunsicherung bei der Bevölkerung und auch den Ärzten zur Diagnostik und Symptomatik von Diabetes Typ 2 zu reduzieren, fördern die Krankenkassen seit 2003 in Deutschland einheitliche Diagnose- und Therapierichtlinien.