Amputation
Das Ausmaß der Amputation richtet sich nach der Schwere der Durchblutungsstörung. Um eine Streuung bösartiger Tumorgeschwülste zu vermeiden, stellt auch hier die Amputation einen lebenserhaltenden Eingriff dar. Besonders schwerwiegende Infektionskrankheiten, fordern ebenfalls die Amputation der betroffenen Gliedmaßen, wenn eine Ausbreitung auf den ganzen Körper und somit eine schwere Vergiftung droht. Kommt es infolge von Unfallverletzungen zu starken Schäden an Blutgefäßen, Nervensträngen, Knochen oder Gelenken, ist eine Amputation unumgänglich.
Diagnose
Nach gründlicher Untersuchung durch den Arzt, wird bei Durchblutungsstörungen der Blutfluss mittels Ultraschall oder Röntgen untersucht. Bei Entzündungen gibt eine Blutuntersuchung im Labor genauere Rückschlüsse. Anhand der Untersuchungsergebnisse legt der Arzt das Ausmaß der Amputation fest. Bei der Operation sollte so viel gesundes Gewebe wie möglich erhalten bleiben. Krankhaftes bzw. abgestorbenes Gewebe muss vollständig entfernt werden.Während des chirurgischen Eingriffs kann es sich erforderlich machen, dass der Chirurg die geplante Amputation erweitern muss. Gewebeschädigungen oder tiefere Schädigungen können teilweise erst im Schnellschnittverfahren in ihrem gesamten Ausmaß erkannt werden.
Schon während der Operation streben die Chirurgen an, einen Stumpf zu formen, der es ermöglicht, Prothesen funktional anzupassen.
Risiken
Die Gefahr stärkerer Blutungen, sowie Wundinfektionen nach der Amputation stellen die Komplikationen eines solchen Eingriffs dar. Eine tägliche Wundkontrolle ist deshalb unerlässlich.Auch der Phantomschmerz oder das Phantomgefühl machen eine intensive ärztliche Nachversorgung, in Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten unerlässlich. Krankengymnastik und Ergotherapie helfen, die Lebensqualität wieder zu verbessern.
Dank der modernen Medizin, sind die Patienten nach der Amputation, mit den entsprechenden Prothesen weitgehend in der Lage, ihr Leben selbständig zu bewältigen.