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Europäische Schlafkrankheit

Die Encephalitis lethargica - oder auch Europäische Schlafkrankheit genannt -, war und ist immer noch eine sehr gefürchtete Krankheit. Diese Art der Schlafkrankheit ist als Gehirnentzündung bekannt mit Krankheitsmerkmalen wie zum Beispiel unkontrollierten Schlafanfällen oder temporären Störungen, die ähnlich der Parkinson-Krankheit sind. Zudem tritt auch gerade Lethargie sehr häufig als Merkmal für die Krankheit auf. Lethargie oder zu griechisch lethargica ist eine bestimmte Form der Bewusstseinsstörung, die durch die Erhöhung der Reizschwelle oder durch Schläfrigkeit erkannt werden kann. In den Jahren zwischen 1917 und 1927, also zu Beginn des 20. Jahrhunderts, mussten sehr viele Menschen mit dieser Krankheit leben, da sie sich in diesem Zeitraum großräumig ausgebreitet hat. Auch wenn es seitdem nur noch wenige Betroffene gibt, ist es durchaus möglich, dass eine solche Krankheit sich wieder ausweiten und zu einer Epidemie werden kann, die viel Leiden verursachen würde. Der amerikanische Neurologe Oliver Sacks schockte vor Jahren mit einem Buch über die Europäische Schlafkrankheit, das unter dem Titel „Zeit des Erwachens“ verfilmt wurde und viele Menschen erreichte und auch befremdete. Der Film rüttelte auch, zumal er so einige Jahre nach der letzten großen Epidemie gedreht worden war. Im Mai 1917 wurde übrigens die detaillierte Beschreibung der verschiedenen Symptome von Constantin von Economo veröffentlicht. Es ist selbstverständlich möglich sich gegen diese Krankheit versichern zu lassen und im Falle der Erkrankung finanzielle Unterstützung von seiner jeweiligen Versicherung zu beziehen. Ab dem Jahr 1969 wurde übrigens das Medikament L-DOPA (Abkürzung für Dihydroxyphenylalanin) zur Bekämpfung dieser Krankheit erfolgreich eingesetzt. Eine weitere Komplikation der Encephalitis lethargica kann eine Bewegungsstörung sein, die mehr oder minder mit dem Wachkoma gleichgestellt werden kann.