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Beifuß

Der Beifuß ist nicht die ganz so typische Heilpflanze wie zum Beispiel der Baldrian (Hier den Link setzen zum Punkt „Baldrian“), dennoch wollten wir ihn hier nicht unerwähnt lassen, da er heute immer noch, wenn auch sehr begrenzt, zum Einsatz kommt. Meist wird der Beifuß nur noch in der Küche verwendet, als Gewürz für Fleischgerichte, die sehr fett sind. Durch die Bitterstoffe, die der Beifuß als Inhaltsstoffe mitbringt, wird die Bildung von Gallenflüssigkeit und Magensarf angeregt – und damit die Verdauung verbessert und erleichtert. Deshalb wurde in früheren Tagen, die jedoch viele Jahrhunderte zurück liegen, der Beifuß auch bei Problemen mit der Verdauung eingesetzt. Auch in der Frauenheilkunde und als Mittel gegen Epilepsie wurde er damals verwendet. Längst hat sich jedoch gezeigt, dass die Pflanze auch negative Wirkungen mit sich bringt und nicht den gewünschten Erfolg in diesen Bereichen hat. Manche der Inhaltsstoffe des Beifuß sind gar giftig, weshalb die Pflanze auch in der Küche nicht zu oft angewendet werden sollte, und auch nicht in großer Menge. Auch in der Aromatherapie wird deshalb übrigens vor einer Verwendung des Beifuß gewarnt!

Inzwischen wird die ehemals als Heilmittel in Sachen Verdauung eingesetzte Pflanze eigentlich nur noch in der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin angewendet. Hier wird sie bei der Moxa-Therapie eingesetzt. Bei der Moxa-Therapie werden bestimmte Punkte erwärmt, und ist damit, im weitesten Sinne, mit der Akupunktur verwandt, da es bei beiden Therapien um eine Stimulierung bestimmter Punkte des Körpers, die dann zu einer Linderung und Heilung der vorliegenden Erkrankung führen sollen. Bei der Moxa-Therapie werden hierfür oft Beifußfasern über den jeweilig zu stimulierenden Punkten abgebrannt. Die Behandlung durch einen Arzt der TCM wird übrigens inzwischen teilweise von den Krankenversicherungen übernommen, wenn eine Private Zusatzversicherung vorhanden ist. (Hier den Link setzen zum Punkt „Zusatzversicherungen, Private“ oder halt einen Affiliate-Link ;-)) Anders als Behandungen beim Heilpraktiker, die nur eine theoretische, aber keine praktische Prüfung ablegen müssen, um eine Zulassung zu erhalten, darf die Traditionelle Chinesische Medizin nur von Medizinern durchgeführt werden. Dies zeigt auch die Wirksamkeit dieser Art der Behandlung, in nicht nur Linderungen bringt bei vielen Erkrankungen, sondern auch wirkliche Heilung.