Mimulus, die Gefleckte Gauklerblume
Dazu kommt, dass die Menschen, welche die Blüte der Mimulus guttatus, wie die Gefleckte Gauklerblume mit botanischem Namen heißt, in der Bachblüten-Therapie verwenden sollten, zugleich auch sehr schüchtern sind. Sie sind sowohl seelisch als auch auf der körperlichen Ebene sehr empfindlich. Ein äußeres Zeichen davon ist, dass sie sehr schnell rot werden, aber auch, dass sie sich schnell in ihr Kämmerchen zurück ziehen, wenn ihnen etwas Angst macht.
Und Angst macht den Mimulus-Menschen, wie bereits oben beschrieben, so einiges. Manchmal kommt es einem dann so vor, als gäbe es nichts, was diesen Menschen in ihrem negativen Mimulus-Zustand nicht Angst möchte würde. So sind diese Menschen, wenn sie sich in ihrem blockierten Zustand befinden, überempfindlich gegen Vieles. Sie ertragen kein grelles Licht, sie ertragen keine Gerüche, Lärm verstört sie sowieso und Kälte tut ihnen meist auch regelrecht körperlich weh.
Der Mimulus-Mensch, in seinem blockierten Zustand voller Angst, redet aber nicht darüber. Er stottert deshalb auch manchmal vor Angst, hat Sprachschwierigkeiten, und steht dabei immer auch unter innerer Anspannung, die sich zum Teil auch durch nervöses Lachen zeigt. Auf der einen Seite haben diese Menschen Angst, mit fremden Menschen zu reden, auch mit Unterhaltungen in Gruppen haben sie Probleme, übertünchen diese Angst dann aber auch wiederum oft dadurch, dass sie dann viel und oftmals auch zu laut reden. Dies kommt durch die Nervosität, welche die Mimulus-Menschen immer wieder begleitet. Denn egal, ob der Mensch oder Menschen, mit denen sie reden, ihnen gut bekannte oder Fremde sind, sie sind ängstlich, nervös, und fühlen sich nicht wohl. Dennoch haben sie zugleich Angst vor dem Alleinsein, weshalb sie sich die Gesellschaft anderer dann doch „antun“, auch wenn sie dabei vor Nervosität und Angst manchmal regelrecht umkommen.
Auch in Krankheiten zeigt sich die Angst dieser Menschen im negativen Mimulus-Zustand. Sie reagieren mit Krankheit auf alles, was neu ist und ihnen Angst macht. Zugleich fällt ihnen das völlige Genesen schwerer, weil sie nicht glauben, dass sie jemals wieder wirklich gesund werden können. Aber auch der Alltag fällt ihnen schwer, wenn sie eine Krankheit überstanden haben und das Berufsleben wieder anfängt. Der Verlust des Vertrauens in sich selbst und in die eigene Stärke ist groß beim Mimulus-Menschen. Dabei ist dies jedoch nicht immer nach außen sichtbar. Manche Menschen sehen dann nach außen sehr stark aus, sind aber innerlich voller Angst und Unsicherheit. Anderen sieht man ihre Ängste an, da diese auch körperliche Anzeichen mit sich bringen, wie ein fast nicht spürbarer Händedruck oder das ständige Wegsehen, wenn Augenkontakt in einem vertrauten Gespräch mit Freunden das „Normalverhalten“ wäre. Der Mimulus-Mensch sucht deshalb auch oft Ruhe, wenn er in seinem blockierten Zustand ist. Über die Maßen hinaus zieht er sich zurück, auch wegen seiner vielen Ängste, die sein Leben zum Teil durch Panikattacken dann noch schwerer machen. Gleichzeitig muss er aber auch aufpassen, dass er sich nicht aus dem sozialen Leben zurückzieht und damit seine Ängste noch verstärkt.
Die positiven Wirkungen einer Behandlung mit der Mimulus-Bachblüte:
Die Sensitivität, die dem Mimulus-Menschen geschenkt ist, zeigt sich auf positive Weise. Er ist feinfühlig und bringt Verständnis auf für andere. Zugleich beginnt er, den Alltag zu bestehen, Vertrauen zu finden, in andere und in sich selbst, und Selbstvertrauen aufzubauen.
Er wird offen, der Mensch, der dem negativen Mimulus-Blockadezustand nach der Bachblüten-Therapie den Rücken kehrt, und wird zu einem Menschen, der sich öffnen kann und nicht mehr vor Angst und Nervosität fast „vergeht“ in der Gesellschaft anderer.
Nach und nach werden die Ängste abgebaut, manchmal auch mit der notwendigen Unterstützung eines Therapeuten in der so genannten Konfrontationstherapie. In dieser wird der über alle Maßen Ängstliche mit seinen Ängsten konfrontiert – und findet dadurch auch den Weg zu einem normalen und gesunden Maß an Angst, der notwendig ist, um den Alltag und das Leben bestehen und leben zu können.
Wichtiger Hinweis:
Selbst wenn nur ein Teil der genannten Symptome auf Sie selbst zutrifft, so könnte dennoch eine Behandlung mit Bachblüten eine Besserung mit sich bringen.
Wichtig ist aber immer bei der Bachblüten-Therapie: Gehen die Symptome nicht weg oder wegen die psychischen und in deren Folge die physischen, das heißt, körperlichen Probleme noch schlimmer, muss unbedingt ein Arzt und / oder ein Psychologe zu Rate gezogen werden. Egal, wie sehr man an der Schulmedizin zweifeln mag, manchmal geht es nicht ohne sie, um den Weg zu seiner Heilung zu finden. Denn eines sagen auch die Bachblüten-Berater: Eine Bachblüten-Therapie kann und sollte niemals den Besuch bei einem Arzt ersetzen!
Treten die genannten Symptome bei Kindern auf, zum Beispiel eine Wesensveränderung, dann ist unbedingt ein Arzt aufzusuchen, schon um sicher zu gehen, dass das Kind nicht Opfer eines sexuellen, körperlichen oder psychischen Übergriffs wurde. Dies ist im Sinne der Gesundheit des Kindes und ist immer weitaus wichtiger als eine Behandlung mit Bachblüten!