Wild Oat, die Waldtrespe
Der Mensch, der in einer Krise steckt, das ist der typische Wild Oat-Mensch. Die Therapie mit der Bachblüte, die mit dem botanischem Namen Bromus ramosus benannt ist, soll dabei helfen, durch diese Krise und diese Neusortierung und Neuorientierung des Lebens hindurch zu kommen und hindurch zu finden. Der Wild Oat-Mensch ist dabei ein Suchender, der nicht weiß, wo er hin soll, wie er leben soll, was wirklich will und welche Richtung er erschlagen möchte, um seinem Leben einen neuen Sinn zu geben. Doch anstatt eine Veränderung einzugehen, wird in dem Alten verharrt, selbst wenn es erdrückend, belastend oder gar sehr schmerzhaft ist. Die bestehende Beziehung wird aufrechterhalten, weil es keine Alternative zu geben scheint. Die Gewohnheit scheint hier besser zu sein als ein neuer Weg, weil der Wild Oat-Mensch keinen neuen Weg erkennen kann. Lieber leidet er weiter, anstatt eine neue Richtung einzuschlagen. Auch am Arbeitsplatz, im Freundes- und Bekanntenkreis verhält er sich so in seinem Blockadezustand. Da wird nicht gesehen, wie wichtig es sein könnte für einen selbst, endlich eine Veränderung einzugehen, um ein befriedigerendes und glücklicheres Leben zu führen. Doch der Mensch ist auf der Suche, ohne zu erkennen, dass diese nicht ziellos ist, sondern dass sich durchaus auch einige Chancen auf diesem Weg bieten, die nur nicht genutzt werden, weil die Krise und der mangelnde Lebenssinn alles auf eine gewisse Art und Weise auch schnell wieder zu Nichte machen.
Der Sinn des Lebens ist etwas, was sich den Wild Oat-Menschen in ihrer Blockade völlig zu verschließen scheint. Während andere Menschen leicht ihren Weg finden, sehen die blockierten Waldtrespe-Menschen nur die Ziellosigkeit in ihrem Leben. Ihr Handeln ist davon bestimmt und wird dadurch zum „Ich handle nicht, weil ich sowieso keine Richtung habe und nicht weiß, was ich tun soll.“ Dies führt mit der Zeit mehr und mehr zu einer Unzufriedenheit. Manchmal verfallen die Wild Oat-Menschen auch in eine Depression, die ihre Situation dann natürlich noch schlimmer macht. Oft ist es hier angeraten, eine Bachblüten-Therapie mit der Wild Oat zu kombinieren mit einer psychologischen Betreuung oder einer richtigen Psychotherapie, um den Weg aus der Krise zu finden und wieder einen Sinn im eigenen Leben sehen zu können.
Der Wild Oat-Mensch in seiner Orientierungslosigkeit sieht selbst nicht mehr, welche Talente er hat und auch nicht, wie er diese nutzen könnte. Ohne Orientierung, aber völlig unzufrieden mit sich und seiner Situation ist der betroffene Mensch in seinem blockierten Wild Oat-Zustand ohne Hoffnung auf eine Änderung, da er nicht weiß, wie er wieder aus dieser Lebenskrise und Sinnkrise herausfinden kann. Oft auch kommen diese Krisen während der Wechseljahre, beim Mann während der Midlife Crisis. Hier kann nur eine längere Behandlung mit der Wild Oat-Bachblüte hilfreich sein, eine kurze Therapie würde hier recht schnell wieder erfolglos verpuffen. So wie eine Krise nicht an einem Tag entsteht, so wird sie auch nicht an einem einzigen Tag wieder weichen können, sondern wir sich über einen bestimmten Zeitraum, mehrere Wochen oder Monate, immer mehr aus dem Leben verabschieden und dem neuen Sinn und einem neuen Ziel Platz schaffen.
Die positiven Wirkungen einer Behandlung mit der Wild Oat-Bachblüte:
Der zuvor orientierungslos durch das Leben gegangene Wild Oat-Mensch findet zur Zielstrebigkeit und entdeckt damit auch seine eigenen Ziele und auch einen Sinn im Leben. Er findet seinen eigenen Raum und seinen eigenen Platz in dieser Welt und wird dadurch innerlich auch ruhiger. Die Unzufriedenheit macht einem neuen Leben Raum und der Wild Oat-Mensch fühlt sich in seinem transformierten positiven Zustand wohl mit sich selbst und mit den anderen Menschen. Er sieht nicht mehr nur noch die Krise, sondern es wird eine Neuorientierung vorgenommen, die endlich möglich wird, weil sich die Blockade nach und nach auflöst. Der Wild Oat-Mensch wird zu einem zufriedenen Menschen, der nicht mehr anderen alles neidet und dadurch noch unzufriedener wird, sondern der in der Lage ist, seinen eigenen Weg zu gehen und in Selbstzufriedenheit zu leben. Sein eigenes Leben wird nun interessant genug, dass er nicht mehr auf andere schauen muss und seine eigene Krise und seine eigene Orientierungslosigkeit dadurch immer mehr verstärken.
Doch all diese Schritte sind nicht an einem Tag oder in einer Woche getan, sie sind ein fortlaufender Prozess, der über Monate geht, manchmal auch über Jahre, je nachdem, wie tief und schlimm die Lebenskrise war, in der man sich befunden hat. Nur wenn dieser Prozess kontinuierlich gegangen wird, auch mit Rückschlägen, die fast immer ein Teil dieses Prozesses der Neuorientierung sind, wird die Krise letztlich irgendwann der Vergangenheit angehören und die Zufriedenheit und Ruhe den Wild Oat-Menschen ausmachen.
Noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss:
Nicht immer treffen alle Symptome auf einen Menschen zu, der einen solchen Blockadezustand hat. Teilweise sind nur einige oder auch nur wenige Ausdrucksweisen eines blockierten Negativzustandes zu sehen. Dies heißt jedoch nicht, dass die Bachblüten—Therapie dann weniger erfolgreich wäre mit der empfohlenen Blüte. Nicht immer müssen alle Symptome vorhanden sein, um einen Blockadezustand identifizieren zu können.
Wichtig ist jedoch auch: Werden die Symptome des Negativzustandes nicht weniger, oder werden gar noch schlimmer, sollte unbedingt ein Arzt oder ein Psychologe zu Rate gezogen werden. Denn die Gesundheit sollte immer an erster Stelle stehen, egal, ob es sich dabei um die körperliche Gesundheit handelt oder die seelische Verfassung. Auch gute Bachblüten-Berater sagen dies und raten den Gang zum Arzt, wenn die Bachblüten-Therapie nicht anschlägt. Auch sollte eine Bachblüte niemals als Ersatzmedikation eingesetzt werden, sondern allenfalls als begleitende Behandlung!
Wenn es bei Kindern zu einem Auftreten von Blockadezuständen kommt, sollte auf jeden Fall ein Arzt eingeschaltet werden, oder zumindest anderweitige Hilfe gesucht werden. Zwar gibt es auch die Bachblüten-Therapie für Kinder, diese sollte jedoch keine Symptome beseitigen, die eigentlich in Behandlung gehören. Die Liebe zum Kind sollte hier an erster Stelle stehen und das eigene Handeln auch bestimmen. Deshalb sollte, wenn einem etwas seltsam an seinem Kind vorkommt, nicht der Verlass auf der Bachblüten-Therapie liegen, damit die Symptome verschwinden, sondern es sollte nach den Gründen der Wesensveränderungen gesucht werden, damit ausgeschlossen werden kann, dass die Verhaltensänderung/en Folgen eines Übergriffs sexueller, psychischer oder anderweitig körperlicher Art sind.