White Chestnut, die Weiße Kastanie
Der White Chestnut-Mensch macht sich in seinem blockierten Negativzustand immer wieder Sorgen. Dabei sind es nicht nur Alltagssorgen, die sich immer wieder in seinem Kopf bewegen, oft als regelrechtes Gedankenkreisen, sondern es sind die großen Probleme, die er sich vornimmt. Ob sie tatsächlich vorhanden sind, oder er sie sich nur einredet, indem er eine kommende Situation schlimmer sieht als sie ist und er dem was kommen wird, so negativ vorgreift, ist dabei nicht von Bedeutung. Viel wichtiger ist es für den White Chestnut-Menschen, dass er sich Sorgen machen kann, dass seine Gedanken kreisen können. Er sagt nicht „Stopp“, sondern irgendwann verselbständigt sich dieses Handeln und eben Denken und kreist nur noch im Kopf herum.
Dadurch wird das, was angegangen werden muss, natürlich schwierig. Die Konzentration und die Aufmerksamkeit schwinden mehr und mehr und es entsteht eine regelrechte Blockade im Kopf. Gerade bei den Vorbereitungen auf eine anstehende Prüfung ist dies natürlich fatal, da der zu lernende Stoff einfach nicht mehr aufgenommen wird vom Kopf und wie ein Sieb durch die Gedanken fällt und so natürlich auch nicht behalten wird. Statt des Lernens grübelt der White Chestnut-Mensch dann auch „lieber“, er macht sich Sorgen, wie die Prüfungen werden könnten, sieht sich sowieso schon durchfallen und wird genau dies damit auch bewirken: Dass er den Lernstoff nicht bewältigen kann und bei der Prüfung versagt und dann auch durchfällt.
Auffallend bei den blockierten White Chestnut-Menschen ist auch, dass sie nachts nicht richtig schlagen können. Sie haben Probleme mit dem Einschlafen, weil ihr Kopf ständig mit kreisenden Gedanken beschäftigt ist und so nicht zur Ruhe kommt. Aber auch beim Durchschlafen haben sie Probleme und wachen oft auf, und können dann vielmals auch nicht wieder einschlafen, oder erst nach einigen durchwachten und durchdachten Stunden. Auffällig ist auch, dass sie immer wieder Selbstgespräche führen, die in White Chestnut-Menschen in ihrem blockierten Zustand, und so ihre kreisenden Gedanken auch in Worte fassen. Dazu kommt, dass sie auch körperlich nicht zur Ruhe kommen können und dadurch auch nachts zum Beispiel mit den Zähnen knirschen, was wiederum zu Kopfschmerzen und zu Ohrenschmerzen am nächsten Tag führen kann. Die Anspannung zeigt sich in einer Verspannung des Körpers, oft auch generell am Kopf, durch Muskelverspannung im Auge oder gar in beiden Augen oder durch spannungsbedingte Kopfschmerzen.
Durch das ständige Gedankenkreisen beim blockierten White Chestnut-Menschen passiert jedoch noch etwas Anderes. Sie haben durch die mangelnde Konzentrationsfähigkeit und die nach außen verringerte Aufmerksamkeit natürlich auch keine „Puste“ mehr, anderen zuzuhören, kriegen so nur die Hälfte mit und verstehen oft auch etwas falsch. Im Gespräch sind sie dann wieder, wenn eine Art Stichwort fällt, dass sie an ihr eigenen Gedanken erinnert bzw. dazu passend ist und sie dann ihre eigene Thematik einwerfen können. Die White Chestnut-Menschen springen nicht mit den Gedanken von einem zu nächsten, auch wenn es auf den ersten Blick so erscheint. Sie beschäftigen sich nur mit ihren eigenen Gedanken und sind in ihrem blockierten Negativzustand dann nicht dazu fähig, einem anderen Menschen noch wirklich zuzuhören. Da kommt dann oft später in Ehekrisen und Freundschaftsstreitigkeiten auf: „Das habe ich Dir doch erzählt“, oder, „Das habe ich Dir schon zwei, drei Mal gesagt“. Aber der White Chestnut-Mensch kann sich einfach nicht daran erinnern, weil er mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt war. Für andere Menschen ist dies oft sehr anstrengend, da einem irgendwann die Puste fehlt, die einseitige Art der Kommunikation weiter zu führen. Der White Chestnut-Mensch muss also an den Punkt kommen, zu merken, dass etwas schief läuft, und dann zum Beispiel eine Bachblüten-Therapie durchführen, um Ruhe in seine Gedanken zu bekommen, das Kreisen der Gedanken zu stoppen und endlich wieder aufnahmefähiger für andere zu werden. So aber steht er durch das Kreisen im Kopf am Rande des Kreises seiner Mitmenschen, manchmal sogar außerhalb.
Die positiven Wirkungen einer Behandlung mit der White Chestnut-Bachblüte:
Wenn der blockierte White Chestnut-Mensch durch die Bachblüten-Therapie aus seinem negativen Zustand heraus findet, wird er plötzlich wieder fähig, sich auf andere Dinge zu konzentrieren. Er kann anderen Menschen wieder zuhören und richtet seine Aufmerksamkeit auf den Moment und nicht ständig auf die zuvor ständig durch seinen Kopf gekreisten Probleme und Sorgen. Die Konzentration kehrt zurück. Deshalb ist gerade in der Vorbereitung auf Prüfungen die Behandlung mit der White Chestnut-Bachblüte wichtig, um die Blockade des Denkens zu Ende zu bringen und den Blick wieder auf den Lernstoff und das Ziel, die zu bestehende Prüfung zu richten. Durch die Entblockierung des White Chestnut-Mensch wird dieser wieder ruhig, die Einschlafprobleme verschwinden und auch das Durchschlafen wird wieder möglich. Der positiv transformierte White Chestnut-Mensch ist zielorientiert und hängt nicht die ganze Zeit an negativen Gedanken fest.
Noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss:
Nicht immer treffen alle Symptome auf einen Menschen zu, der einen solchen Blockadezustand hat. Teilweise sind nur einige oder auch nur wenige Ausdrucksweisen eines blockierten Negativzustandes zu sehen. Dies heißt jedoch nicht, dass die Bachblüten—Therapie dann weniger erfolgreich wäre mit der empfohlenen Blüte. Nicht immer müssen alle Symptome vorhanden sein, um einen Blockadezustand identifizieren zu können.
Wichtig ist jedoch auch: Werden die Symptome des Negativzustandes nicht weniger, oder werden gar noch schlimmer, sollte unbedingt ein Arzt oder ein Psychologe zu Rate gezogen werden. Denn die Gesundheit sollte immer an erster Stelle stehen, egal, ob es sich dabei um die körperliche Gesundheit handelt oder die seelische Verfassung. Auch gute Bachblüten-Berater sagen dies und raten den Gang zum Arzt, wenn die Bachblüten-Therapie nicht anschlägt. Auch sollte eine Bachblüte niemals als Ersatzmedikation eingesetzt werden, sondern allenfalls als begleitende Behandlung!
Wenn es bei Kindern zu einem Auftreten von Blockadezuständen kommt, sollte auf jeden Fall ein Arzt eingeschaltet werden, oder zumindest anderweitige Hilfe gesucht werden. Zwar gibt es auch die Bachblüten-Therapie für Kinder, diese sollte jedoch keine Symptome beseitigen, die eigentlich in Behandlung gehören. Die Liebe zum Kind sollte hier an erster Stelle stehen und das eigene Handeln auch bestimmen. Deshalb sollte, wenn einem etwas seltsam an seinem Kind vorkommt, nicht der Verlass auf der Bachblüten-Therapie liegen, damit die Symptome verschwinden, sondern es sollte nach den Gründen der Wesensveränderungen gesucht werden, damit ausgeschlossen werden kann, dass die Verhaltensänderung/en Folgen eines Übergriffs sexueller, psychischer oder anderweitig körperlicher Art sind.