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Hypochonder

Wir kennen es alle, und haben es alle schon mal gehört: Dass jemand als Hypochonder bezeichnet wird – der eingebildete Kranke. Wie sehr diese Bezeichnung zutrifft, wird einem erst bewusst, wenn man sich näher mit dem Thema eingebildetes Kranksein befasst. Denn Hypochondrie gibt es wirklich, die daran Erkrankten werden als Hypochonder bezeichnet.

Ein Hypochonder ist ein seelisch Erkrankter, der sich einbildet, krank zu sein. Dabei handelt es sich jedoch nur selten um leichte Krankheiten, sondern das Krankheitsbild bringt es mit sich, dass der Hypochonder glaubt, an schweren, wenn nicht gar an tödlichen, Krankheiten zu leiden.

Ein an Hypochondrie Erkrankter leidet an einer sehr ausgeprägten Selbstbeobachtung, die jedoch verzerrt ist – und deshalb jedes Zwicken als eine Krankheit und jede Veränderung als ein schlechtes und sehr schlimmes Zeichen für die eigene Gesundheit gedeutet wird.

Ein Hypochonder kann in der Regel nur durch eine Psychotherapie ein Ende seines (seelischen) Leidens finden. Die Sicht auf den Körper und das eigene Empfinden muss meist erst neu gelernt – und dann auch umgesetzt werden im Alltag. Bis zum Umdenken kann es ein kurzer Weg sein, aber auch ein langer Weg des Lernens, je nachdem, wie lange sich der Erkrankte seine so genannten Krankheiten eingebildet hat. Eine Begleitung durch den Hausarzt, der die Leidensgeschichte seines Patienten meist bereits mehrere Jahre kennt, kann zudem sehr hilfreich sein für den Erfolg einer solchen Psychotherapie. Wichtig ist, dass der Psychologe oder der Therapeut eine entsprechende Schulung hat im Umgang mit an Hypochondrie Erkrankten, um nicht selbst aufs „Glatteis“ geführt zu werden. Der Hypochonder kann seine Symptome schließlich oft genau so schildern, als wären sie wirklich die Symptome einer ernsthaften Erkrankung. Mit einer guten Psychotherapie kann ein Hypochonder es jedoch lernen, sich selbst anders – und vor allem gesünder – wahrzunehmen.