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Einführung in die Schüßler-Salze

Die Schüßler Salze, oft auch Schüssler Salze geschrieben, sind Präparate, die nicht aus der schulmedizinischen Forschung stammen, sondern die ihre Wurzeln in der Alternativmedizin haben. Außerdem sind sie nahe verwandt mit der Homöopathie, zumindest wenn es um die Dosierung geht, da die Schüßler-Salze nur in kleinen Dosen, der so genannten Potenzierung, verabreicht werden.

Entdeckt wurde die Wirkung der Schüßler Salze von Wilhelm Heinrich Schüßler. Der Homöopath beschäftigte sich im 19. Jahrhundert mit der Wirkungsweise von Mineralsalzen und der gesundheitsfördernden Eigenschaften. So entstand im Jahr 1873 dann auch ein Artikel namens „Eine abgekürzte Homöopathische Therapie“, in dem er die Schüßler Salze und ihre Wirkungen vorstellte. Diese von ihm „Biochemische Heilweise“ genannte Behandlung strich die Homöopathie, die viele verschiedene Mittel kennt und deren Zahl weit über die tausend verschiedenen homöopathischen Mittel geht, auf zwölf Salze zusammen. Diese werden inzwischen nach ihrem „Vater“, Wilhelm Heinrich Schüßler, nur noch Schüßler Salze genannt.

Schüßler war der Ansicht, dass Krankheiten dadurch entstehen, weil der Mineralhaushalt im Körper gestört ist und deshalb nicht mehr richtig funktioniert. Die zwölf Schüßler Salze sollten bei diesem eben als „Biochemische Heilweise“ wirken. Dem Homöopathen war jedoch auch klar, dass es sich bei seiner alternativ-medizinischen Entdeckung nicht um eine homöopathische Heilweise im eigentlichen Sinne handelte. Die Homöopathie, die von Samuel Hahnemann ausging, steht auf dem Standpunkt: "Ähnliches kann durch Ähnliches geheilt werden". Das heißt: Wenn eine Krankheit durch etwas Bestimmtes ausgelöst wird, zum Beispiel eine allergische Reaktion, dann wird diese Krankheit durch eine sehr niedrige, das heißt, potenzierte, Gabe genau dieses oder eines ähnlichen Stoffes geheilt.

Da die Mineralsalze jedoch, anders als die homöopathischen Mittel, nicht das Ähnliche sind, sondern in der Lehre der Schüßler Salze als etwas dem Körper Fehlendes zu sehen sind, hat das eine mit dem anderen nicht mehr viel zu tun. Es gibt inzwischen jedoch auch innerhalb der Homöopathie Ansätze, dass die Schüßler Salze schon dieser Alternativmedizin zuzurechnen seien. Laut des AMG, des Arzneimittelgesetzes, sind die Schüßler Salze übrigens homöopathische Arzneimittel.

Die zwölf ursprünglichen Mineralsalze, wegen ihrer durch Wilhelm Heinrich Schüßler festgestellten Bedeutung für den Körper auch Funktionssalze genannt, sind:

Calcium fluoratum D12, das Calciumfluorid,
Calcium phosphoricum D6, das Calciumphosphat
Ferrum phosphoricum D12, das Eisenphosphat
Kalium chloratum D6, das Kaliumchlorid
Kalium phosphoricum D6, das Kaliumphosphat
Kalium sulfuricum D6, das Kaliumsulfat
Magnesium phosphoricum D6, das Magnesiumphosphat
Natrium chloratum D6, das Natriumchlorid, bei den meisten auch als Kochsalz bekannt
Natrium phosphoricum D6, das Natriumphosphat
Natrium sulfuricum D6, das Natriumsulfat
Silicea D12, die Kieselsäure
(Calcium sulfuricum D6, das Calciumsulfat

Einige Jahre nach der Veröffentlichung seines 1873 erschienenen Artikels „Eine abgekürzte Homöopathische Therapie“, im Jahre 1895, strich er dann das schwefelsaure Kalk, das Kalium sulfuricum, aus der Liste der Funktionssalze, viele seine Anhänger haben dieses jedoch beibehalten bei der Behandlung mit den Schüßler Salzen. Den Grund der Reduzierung beschrieb Schüßler damals selbst: „Da der schwefelsaure Kalk nicht in die konstante Zusammensetzung des Organismus eingeht, so muss er von der biochemischen Bildfläche verschwinden. Statt seiner kommt Natrium phosphoricum resp. Silicea in Betracht.

“In späteren Jahren kamen von anderen Alternativmedizinern, die mit den Schüßler Salzen gearbeitet hatten, noch 15 weitere Mineralsalze da, die so genannten „Ergänzungssalze“:

Kalium arsenicosum D6, das Kaliumarsenit
Kalium bromatum D6, das Kaliumbromid
Kalium jodatum D6, das Kaliumjodid
Lithium chloratum D6, das Lithiumchlorid
Manganum sulfuricum D6, das Mangansulfat
Calcium sulfuratum D6, das Kalziumsulfid
Cuprum arsenicosum D6, das Kupferarsenit
Kalium-Aluminium sulfuricum D6, das Alaun
Zincum chloratum D6, das Zinkchlorid
Calcium carbonicum D6, das Kalziumkarbonat
Natrium bicarbonicum D6, das Natriumkarbonat
Arsenum jodatum D6, das Arsentrijodid
Aurum Chloratum Natronatum D6, das Aurum
Selenium D6, das Selen
Kalium bichromicum D12, das Kaliumdichromat