Die Diagnostik durch Hören
Eine der Methoden der Traditionellen Chinesischen Medizin, den Sitz und die Ursache einer Erkrankung zu finden, ist das Hören. Dabei geht es nicht nur um das Abhören des Körpers (Lunge und Herz), sondern um ein wirkliches Hin-Hören. Das ist auf der einen Seite die Stimme, auf der anderen Seite der Ton des Hustens oder des Schluckaufs – oder auch das Geräusch des Pulses des erkrankten Menschen.
Je nach Hör-Diagnose wird der Krankheit dann eine Ursache und einen Ort zugeordnet. Falls dies allein mit Hören nicht möglich ist, greifen natürlich auch andere Diagnostikmethoden wie Riechen, Beschauen, Abtasten und nicht zuletzt durch das ausführliche Befragen des Patienten.
Interessant ist bei der Diagnose mittels des Hörens, dass hier auf ganz verschiedene Punkte geachtet wird. Auf laut und leise, wobei Laut zugleich Fülle bedeutet, Leise aber Leere, was sowohl in der Stimme gesehen werden kann, aber auch bei der Atmung, und dann jeweils vom Arzt, der in der Traditionellen Chinesischen Medizin tätig ist, eingeordnet werden kann.
Die Stimme zum Beispiel wird hierbei den fünf Wandlungsphasen, Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser, zugeordnet. Allein daran ist zu sehen, wie komplex die Traditionelle Chinesische Medizin ist, wie sehr sie sich aber dem Menschen als ganzheitliches Wesen nähert und damit letztlich auch viele medizinische Erfolge zu feiern weiß.