A B E F H K V

Vitamin B7

Vitamin B7 ist uns allen besser bekannt unter dem Namen Biotin. Auch Biotin ist ein wasserlösliches Vitamin und spielt wie die meisten Vitamine der B-Gruppe eine entscheidende Rolle im Stoffwechselbereich. Aber Biotin besitzt auch im Zellkern eine tragende Funktion, die allerdings noch nicht ganz klar ist und daher noch immer in der aktuellen Forschung auf dem Programm steht. Biotin kommt in sehr vielen Nahrungsmitteln vor, allerdings in einer sehr geringen Menge. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, denn schließlich ist auch der Tagesbedarf an Biotin mit einer Menge von 30 – 60 Mikrogramm sehr niedrig. Das muss jedoch nicht heißen, ein Biotinmangel wäre nicht möglich. Sollte es dazu kommen, dann können Muskelschmerzen, extreme Müdigkeit und Appetitlosigkeit die Folgen sein. Es soll auch Fälle gegeben haben, wo es zu Halluzinationen kam. Auch Blutarmut und Probleme mit der Funktion des Herzens können bei Biotinmangel hervorgerufen werden.

Hauptursachen für Biotinmangel sind entweder ein Gendefekt oder aber Erkrankungen, die dem Patienten eine normale Nahrungsaufnahme für einen längeren Zeitraum nicht möglich machen. Werden solche Menschen über Infusionen ernährt, kann ein solcher Mangel hervorgerufen werden, da nicht in allen Infusionen auch Biotin enthalten ist. Einen solchen Mangel kann man mit entsprechenden Medikamenten behandeln und wenn man schon vorher weiss, dass man für einen längeren Zeitraum mit Infusionen ernährt wird, dann kann man diese Präparate auch zur Vorbeugung einnehmen. Solche Biotinbehandlungen werden oft sogar in hohen Dosierungen vorgenommen und lösen dabei keine negativen Wirkungen aus. Lediglich bei Versuchen mit Ratten konnte man bei einer extremen Überdosierung (die 100.000-fache Menge des normalen Bedarfs) konnte eine Beeinträchtigung des Wachstums und bei der Futteraufnahme beobachtet werden. Da dieser Faktor aber in der normalen Nahrungsaufnahme nicht erreicht wird, ist eine solche Überdosierung eigentlich auch nicht zu erreichen.