Beiträge zur privaten Krankenversicherung

Der Ausdruck private Krankenversicherung sagt es ja bereits: Es handelt sich dabei um eine private Absicherung für den Krankheitsfall und muss demzufolge auch privat finanziert werden. In welcher Höhe die Beiträge anfallen, unterscheidet sich jedoch von Fall zu Fall.

In Deutschland ist die Lage relativ einfach: Wer als Angestellter privat krankenversichert ist, zahlt lediglich die Hälfte der anfallenden Beiträge. Ganz ähnlich verhält es sich bei Beamten, auch sie zahlen lediglich 50 Prozent ihrer Beiträge zur Krankenversicherung. Alle anderen – Freiberufler oder Selbständige beispielsweise – müssen ihre Beiträge in voller Höhe aus eigener Tasche finanzieren. Die Beitragshöhe können sie senken, indem sie sich beispielsweise auf die Leistung eines Eigenanteils einlassen. Experten in Deutschland raten dazu, dass der Eigenanteil 400 Euro im Jahr nicht übersteigen sollte.

In den USA ist die Sache nicht ganz so klar: Je nach Tarif, Tarifmodell, Versicherung und Arbeitgeber fallen ganz unterschiedliche Beitragssätze an. Wer privat über seinen Arbeitgeber versichert ist, kann beispielsweise durchaus Glück haben und praktisch eine freie Heilfürsorge genießen – der Arbeitgeber versichert dann alle seine Angestellten als Gruppe in einer Krankenversicherung und übernimmt selbst die Beiträge. In anderen Fällen müssen sich Angestellte zu einem bestimmten Prozentsatz oder mit einer Pauschale pro Monat an den Beiträgen zur Krankenversicherung beteiligen. Die exakte Höhe richtet sich nach der Risikostruktur der Beschäftigten. Andere Arbeitgeber überlassen die Krankenversicherung ihren Angestellten selbst und beteiligen sich gar nicht daran. Was in Deutschland nicht vorstellbar wäre, hier gibt es eine gesetzliche Regelung, die Unternehmen dazu verpflichtet, 50 Prozent der Sozialversicherungsbeiträge ihrer Angestellten zu übernehmen.

In jedem Fall sehen sich privat Versicherte in den USA jedoch mit copayment (copay) und deductible konfrontiert. Beide Zahlungsverpflichtungen sind vertraglich festgehalten. Deductible bezeichnet dabei den Betrag, den jeder Versicherte zahlen muss, bevor die Versicherung irgendeine Leistung übernimmt – er entspricht also in etwa der deutschen Selbstbeteiligung. Es gilt auch hier: Je höher diese Selbstbeteiligung, desto niedriger die Beitragsrate.

Copayment ist ein Instrument der Versicherungsgesellschaften um zu verhindern, dass Versicherte sich unnötig behandeln lassen. Dabei handelt es sich um einen meist relativ geringen Betrag, der jedes Mal dann geleistet werden muss, wenn eine medizinische Behandlung in Anspruch genommen wird. In letzterer Hinsicht ähnelt copay der deutschen Praxisgebühr, die einmal im Quartal von gesetzlich Versicherten aufgebracht werden muss, sobald sie zum Arzt gehen.