Ende des letzten Jahres wurde massiv über teilweise drastische Beitragserhöhungen in den privaten Krankenversicherungen berichtet. Dass es wieder zu großen Wechselbewegungen wie schon in den zurückliegenden Jahren käme, wurde vermutet. Zuletzt wurden von den Medien vermehrt behauptet, zehntausende Privatversicherte wollen zurück in die gesetzlichen Krankenkassen.
Abgesehen davon, dass es nicht so leicht ist, in die gesetzliche Krankenkasse zurückzukehren, ist die prognostizierte Wechselwelle bisher nicht eingetreten. Wie der Verband der privaten Krankenversicherungen jetzt erklärte, verlieren die PKV Anbieter derzeit keineswegs übermäßig viele Versicherte. Der Verbandssprecher Stefan Reker fügte hinzu, dass außerdem jedes Jahr immer mehr gesetzlich Versicherte in die private Krankenversicherung wechseln. Seiner Ansicht nach müsste das Kassensystem die eigenen Beiträge jedes Jahr um mindestens zehn Prozent erhöhen, sofern die Kassen keine Zuschüsse auf Kosten der Steuerzahler erhalten würden. Nach Angaben des Verbandssprechers sind es jährlich Zuschüsse in einer Höhe von knapp 15 Milliarden Euro.
Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr appellierte an die privaten Krankenversicherungen. Er sähe sie in der Pflicht, den Mitgliedern preiswertere Tarife zu offerieren, um auch für mehr Stabilität im Kundenstamm zu sorgen. Zumindest bei den gesetzlichen Krankenkassen sieht es dieses Jahr gut aus, sodass sich die Versicherten keine Gedanken um Beitragssteigerungen machen müssen. Die Beitragsentwicklung bleibt zumindest vorerst stabil.
PKV verliert kaum Kunden durch Beitragserhöhungen
Christiane am 28. Januar 2012 · Kein Kommentar
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Wie können PKV-Mitglieder ihren Beitrag optimieren?
Christiane am 26. Januar 2012 · Kein Kommentar
Angesicht der teilweise sehr hohen Beiträge für die private Krankenversicherung fragen sich immer mehr Versicherte, ob es eine Möglichkeit gibt, den Beitrag wieder auf ein geringeres Niveau zu bringen. In der Regel raten die Versicherer dem Kunden zu einem Selbstbehalt, doch führt meist nur ein Tarifwechsel zur Beitragsveränderung.
Durch einen Selbstbehalt profitiert vor allem die private Krankenversicherung, schließlich trägt der Versicherte ein höheres eigenes Risiko. Besser wäre es aber, eine bessere Tarifkonstellation zu suchen. Sinn und Zweck der teilweise drastischen Preissteigerungen der Kassen ist es, den Kunden dazu zu bringen(fast) keine Rechnungen einzureichen. Bei Tarifen mit einem Selbstbehalt verpflichtet sich der Versicherte, Rechnungen bis zu einem gewissen Betrag selbst zu zahlen. Der Selbstbehalt gilt jeweils für ein Kalenderjahr. Sofern also kleinere Rechnungen vom Kunden bezahlt werden, ist der Verwaltungsaufwand verringert und somit können die Beiträge wieder kleiner gerechnet werden. Je höher diese Selbstbeteiligung ausfällt, desto kleiner ist der monatliche Beitrag.
Das bedeutet aber lange noch nicht, dass sich ein hoher Selbstbehalt für jeden Versicherten eignet. Diejenigen, die einen Selbstbehalt im PKV-Tarif integriert haben, schöpfen diesen Rahmen mit zunehmendem Alter auch aus. Aus diesem Grunde sollte sich die Kunden, die einen Selbstbehalt abschließen, immer an die Kosten dafür denken und sie rechnerisch zum Beitrag addieren. Damit senkt sich der Beitrag zwar, aber die Kosten bleiben infolge des Selbstbehaltes dieselben. Kunden mit einem Wechselwunsch sollten sich daher von einem unabhängigen Experten beraten lassen, bevor sie einen Selbstbehalt oder Tarifwechsel vollziehen.
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Nürnberger Krankenversicherung mit exzellenter Bewertung
Christiane am 24. Januar 2012 · Kein Kommentar
Auch 2012 kann die Nürnberger Krankenversicherung wieder mit einem exzellenten Ergebnis im Assekurata Rating glänzen. Schon 2011 hat die private Krankenversicherung ein sehr gutes Rating von A+ erhalten. Insgesamt ist das jetzt schon das zehnte Mal in Folge, dass die Nürnberger Krankenversicherung Bestnoten im Assekurata Rating erzielt.
Besonders attraktiv für die Kunden ist, dass die Nürnberger im Gegensatz zu vielen anderen Krankenversicherungen in ihren Tarifen die Beiträge nicht erhöht hat. Grundlage war der im Jahre 2010 von der Nürnberger erzielte große Überschuss, mit dem nun eventuelle Beitragserhöhungen ausgeglichen werden konnten. Auch die Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen liegen mit 30,30 Prozent gute 4 Prozent über dem Marktdurchschnitt. Im Rückblick auf die letzten 10 Jahre lagen die Beitragsanpassungen der Nürnberger Krankenversicherung bei 5,14 Prozent, was in etwa der 5-Prozent Grenze der medizinischen Inflation entspricht. Im Teilbereich „Beitragsstabilität“ hat die Nürnberger ebenfalls ein „exzellent“ bekommen.
Bei den Assekurata Spezialisten konnte die Nürnberger mit ihrem sehr risikoarmen Anlagenmanagement punkten. Insgesamt sind fast 95 Prozent der Anlagen in sehr sichere, festverzinsliche Wertpapiere investiert worden. Der Branchendurchschnitt macht dies nur zu 90 Prozent. Außerdem haben beinahe 75 Prozent aller Rentenpapiere ein Rating von AA und höher, wohingegen der Marktdurchschnitt hier bei nur 67 Prozent liegt. Für den Teilbereich „Sicherheitslage“ wurde die Nürnberger daher mit „exzellent“ bewertet. Im Teilbereich „Wachstum“ erzielte die Nürnberger ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis.
Im Anschluss an das Rating wurden noch Kunde befragt, von denen sich viele sehr positiv zu Produkten und Leistungen äußerten. 50 Prozent sind mit dem Preis-Leistungsverhältnis der NKV voll und ganz zufrieden. Insgesamt schaffte die Nürnberger Krankenversicherung damit auch ein „exzellentes“ Ergebnis im Teilbereich „Kundenorientierung“. All diese exzellenten Bewertungen mündeten für die NKV in die Gesamtbewertung von „A+“ im Assekurata Rating 2012.
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Mehr Beschwerden in der PKV dank Beitragserhöhungen
Christiane am 22. Januar 2012 · Kein Kommentar
Seit einigen Wochen müssen die privat Versicherten in einigen Tarifen erhebliche Beitragssteigerungen hinnehmen. Dass die Versicherten darüber nicht begeistert sind, ist klar. Um ihrem Unmut Ausdruck zu verleihen, haben viele PKV-Mitglieder jetzt Beschwerden eingereicht: Um bis zu 60 Prozent mehr Beschwerden gehen bei Bund der Versicherten ein als unter normalen Umständen. Aber nicht nur die aktuelle Anhebung der Beiträge hat die Versicherten dazu gebracht sich zu beschweren. Was die Versicherten vor allem beschäftigt, ist die Sorge um die zukünftige Beitragsentwicklung. Die Frage, ob die private Krankenversicherung in Zukunft überhaupt noch zu bezahlen ist, stellen sich viele Kunden, wie der Vorstandsvorsitzende des Bund der Versicherten, Axel Kleinlein, erklärt.
Fakt ist, dass Beitragserhöhungen in der privaten Krankenversicherung nur erfolgen, wenn gewisse Umstände vorliegen, zum Beispiel bei steigender Lebenserwartung der Versicherten oder bei einem erwarteten Anstieg der Kosten im Gesundheitswesen. Da diese Faktoren mit Bestimmtheit noch größere Bedeutung gewinnen werden, wird nun eine Forderung des Bundes der Versicherten laut: Gefordert wird von den privaten Krankenversicherungen, sowohl derartige Rechengrößen als auch die Inflation in Zukunft in die Berechnung der Beiträge mit einzubeziehen. Das könnte auch dazu beitragen, dass die Versicherten nicht mehr unverzüglich die Flucht aus ihrer alten Versicherung in eine mit geringen Beträgen ergreifen, da drastische Beitragserhebungen ausblieben. Aktuell bleibt den Versicherten bei zu hohen Beitragsanpassungen eben nur diese Option: Den bisherigen Tarif zu verlassen und eine andere Kasse zu finden.
Experten empfehlen oftmals, besser in einen anderen Tarif bei seiner bisherigen Versicherungsgesellschaft zu wechseln. Auch der Bund der Versicherten rät zu diesem Schritt. Grund dafür ist, dass die angesparten Altersrückstellungen bei einem PKV-Wechsel oft verloren gehen. Die privat Krankenversicherten können nach § 204 des Versicherungsvertragsgesetzes zwar zu einem anderen Versicherungsunternehmen wechseln, aber dann verfallen die angesparten Altersrückstellungen. Somit ist es für die Versicherten (insbesondere Versicherten, die schon länger PKV-Mitglied sind) ratsam, bei ihrem bisherigen Anbieter um ein preiswerteres Angebot zu bitten und dabei auch hartnäckig zu bleiben, weil sich die Versicherer unter Umständen etwas sperren.
Als Grund für die zum Teil krassen Beitragserhöhungen in der PKV haben einige Assekuranzen die Billigtarife angegeben. Und so sind es nun die Versicherer mit den günstigsten Einsteigertarifen, die in den letzten Wochen und Monaten besonders starke Preiserhöhungen ansetzten. Die Central Krankenversicherung war im vergangenen Dezember wegen ihrer immensen Beitragserhöhungen in die Kritik geraten. Jetzt wurde erste Konsequenzen gezogen und der Vertrieb der sogenannten Billigtarife beendet. Gleiches wurde auch bei der DKV getan: Dort wurde dieses Tarifsegment schon im Dezember geschlossen. Auch die Kunden der Gothaer und der Mannheimer Krankenversicherung, des Deutschen Rings und der HanseMerkur mussten Beitragserhöhungen hinnehmen. Ob und wenn, welche Konsequenzen und Veränderungen diese Kassen vornehmen werden, ist bisher noch offen.
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Änderungen für stabiles Gesundheitssystem
Christiane am 20. Januar 2012 · Kein Kommentar
Vieles muss sich im deutschen Gesundheitssystem ändern, um die Chance zu wahren, auch in Zukunft so sozial zu bleiben und nicht völlig unfinanzierbar zu werden. Passend dazu hat der derzeitige Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, erklärt, dass die Finanzierung des Gesundheitssystems neu konzeptioniert werden soll. Vor allem soll die finanzielle Ausstattung weg von der Orientierung an den Konjunkturdaten und hin zur Ausrichtung an der demografischen Entwicklung der Bevölkerung tendieren.
Anhand der aktuellen Beitragsentwicklungen wird deutlich, wie dringend eine Veränderung im Gesundheitssystem notwendig ist. In der PKV steigen die Beiträge teilweise ins Unermessliche und in der GKV müssen je nach Kasse und Konjunkturlage Zusatzbeiträge erheben werden. Das wirkt sich logischerweise negativ auf das Stimmungsbild der Versicherten aus. Zu helfen wissen sie sich nur noch mit einem Anbieterwechsel bzw. einem Kassenwechsel, doch eben diese zahlreichen Wechselwilligen können ebenfalls zur Instabilität der Krankenkassen beitragen. Schon im letzten Jahr hatten sich mehrere Parteien intensiver mit dem Thema beschäftigt. So hatte die Linke eine Studie zum Gesundheitssystem durchführen lassen und die SPD die Idee des Konzepts der Bürgerversicherung kundgetan. Das Konzept ist schon von vielen Seiten kritisiert worden, so auch von Montgomery. Seiner Ansicht zufolge würde die Bürgerversicherung erst recht die Zweiklassenmedizin beschleunigen und manifestieren. Die Idee sei zwar nicht schlecht, aber schlecht umgesetzt.
Um eine Gesundheitsversorgung dauerhaft auf gleichbleibendem Niveau zu gewährleisten, muss die Politik noch einiges tun. Die Prämienfinanzierung der Bundesregierung ist zum Beispiel ein guter Anfang, aber es wartet noch viel Arbeit.
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Neuer GOÄ Entwurf zum Sommer 2012
Christiane am 18. Januar 2012 · Kein Kommentar
Der Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, hat vor, den ersten Entwurf zur neuen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) im Sommer dieses Jahres vorzustellen. Für die Fertigstellung des Entwurfs zur neuen überarbeiteten Version der GOÄ muss allerdings noch viel getan werden. Montgomerys Aussagen zufolge ist ein Team des PKV-Verbandes und auch der Bundesärztekammer aktuell mit dieser Aufgabe beschäftigt. Zu eventuellen Neuerungen oder Änderungen der GOÄ hat Montgomery allerdings keine Stellung bezogen.
Parallel dazu erklärte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD, Professor Karl Lauterbach, dass es möglich wäre, die GOÄ auch als Grundlage zur Gebührenberechnung in der Bürgerversicherung zu verwenden. Doch bisher ist nicht einmal sicher, ob es überhaupt zu einer Bürgerversicherung kommt, da sich dies erst im Wahljahr 2013 zeigen wird. Spezialisten und Politiker vermuten jedoch schon, dass die Bürgerversicherung eingeführt wird.
Auf die private Krankenversicherung würde sich das Modell höchstwahrscheinlich negativ auswirken. Auch Branchenexperten halten die Tragfähigkeit eines gemeinsamen Systems für unwahrscheinlich. Die GOÄ könne nur dann als Berechnungsgrundlage dienen, wenn sie für die Ansprüche der Bürgerversicherung auf einer guten leistungsfähigen Ebene ausreicht.
Durch die mögliche Verwendung der GOÄ in der Bürgerversicherung ist das Team um den Ärztekammer-Präsidenten Montgomery zusätzlich motiviert, ein gutes und faires GOÄ-Modell zu schaffen. Wenn die Bundesärztekammer zusammen mit dem PKV-Verband einen guten Entwurf zur GOÄ schon zum Sommer 2012 entwickeln kann, würde das auch interessant für die Politik sein. Ziel ist es, den Entwurf dieses Jahr im Bundestag vorzulegen. Bereits jetzt ist Gesundheitsminister Daniel Bahr positiv über den Entwicklungsprozesses des Entwurfs gestimmt.
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Reformierung der PKV nötig?
Christiane am 16. Januar 2012 · Kein Kommentar
Nach Aussagen der Ärztekammer Berlin ist die private Krankenversicherung eine unabdingbare Institution, die in jedem Fall in ihrer Form erhalten bleiben soll. Allerdings sieht der Präsident der ÄK-Berlin, Günther Jonitz, es als durchaus angemessen und auch notwendig an, dass das jetzige Modell der PKV einer Reform unterzogen wird. Ohne eine solche könnte die Zukunft der PKV gefährdet sein, wie Jonitz bemerkt.
Für die Reform muss keineswegs das gut funktionierende Modell der PKV aufgegeben werden. Gewisse Stellen benötigen zwar eine Überarbeitung, aber prinzipiell läuft das Modell der PKV deutlich besser als das der gesetzlichen Krankenversicherung. Somit soll die PKV nicht einfach durch die Bürgerversicherung ersetzt, sondern vielmehr durch eine Reform ergänzt und verbessert werden.
Vor allem negativ wirkten sich die hohen Provisionen auf die PKV aus, die Versicherungsmakler bisher für den Abschluss einer privaten Krankenversicherung erhalten haben. Zum April wird nun eine entsprechende Regelung in Kraft treten, nach welcher der Versicherungsmakler nur noch maximal 9 Monatsbeiträge als Provision bekommen wird. Auch ist die Stornozeit auf 5 Jahre erhöht worden, um profitgierigen Maklern den Grund für das Anraten eines erneuten Wechsels der PKV zu nehmen.
Um die steigenden Kosten im Gesundheitswesen nicht explodieren zu lassen, ist eine gesteigerte Kooperation zwischen den Kassen und den Ärzten notwendig. Auch könnte wie bei der Reform der Gebührenordnung für Zahnärzte eine Reform der Gebührenordnung für Ärzte angestoßen werden. Schließlich wurde die letzte Aktualisierung vor knapp 20 Jahren durchgeführt, so Jonitz. Damit haben sich auch schon die Bundesärztekammer und der PKV-Verband beschäftigt und so soll ein erster Entwurf zur GOÄ-Reform im Sommer 2012 dem Bundestag vorgestellt werden.
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GKV: Kein Zusatzbeitrag in 2012 – aber was kommt 2013? Teil II
Christiane am 14. Januar 2012 · Kein Kommentar
Wie schon im vorigen Beitrag berichtet, geht es den Krankenkassen 2012 relativ gut. Viele können auf den Zusatzbeitrag verzichten. Das freut auch die Versicherten, denn viele lassen sich den Zusatzbeitrag nicht gefallen und wechseln ihre Krankenkasse nach Möglichkeit, sobald er erhoben wird.
Im Durchschnitt ist der Wechselwillige um die 36 Jahre und überwiegend männlich. Dieses Jahr haben die Kassen novh Zeit, sich Strategien zum Kundenfang beziehungsweise zum Verbleib des Kundenstammes trotz eventuellen Zusatzbeitrages in 2013 zu überlegen. Die letzten Jahre waren geprägt durch einen regelrechten Preiskampf. Die Kassen mit Zusatzbeiträgen mussten große Mitgliedereinbußen hinnehmen. Dieses Jahr wird nun durch einen Wettbewerb über die zusätzlichen Leistungen geprägt werden. „Wichtig ist dabei, dass die Leistungen flexibel konzipiert werden, so dass sie schnell angepasst werden können, falls sich die Finanzlage wieder verschlechtert. Dies dürfte ab 2014 der Fall sein“, so Nikolaus Schumacher, Partner bei der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC. Die Kassen müssen also daran arbeiten, dass der Zusatzbeitrag solange wie möglich verhindert wird. Dazu wäre das Senken einiger Kosten von Vorteil, wie zum Beispiel die Verwaltungsausgaben und die Zusatzleistungen. Natürlich würde eine Streichung der Zusatzleistungen abermals eine Verringerung der Mitgliederzahl bedeuten, doch wäre diese verhältnismäßig geringer als bei der Erhebung eines Zusatzbeitrages. Krankenkassen, die finanziell gut dastehen, können die Kunden andererseits mit den Zusatzleistungen locken und sich damit auf dem hart umkämpften Markt beweisen. Zusatzleistungen können den Zusatzbeitrag zwar nicht wettmachen, dennoch stellen sie eine interessante zusätzliche Leistung für die versicherten Mitglieder dar.
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GKV: Kein Zusatzbeitrag in 2012 – aber was kommt 2013?
Christiane am 12. Januar 2012 · Kein Kommentar
Fast alle Versicherten der gesetzlichen Krankenkasse müssen zumindest dieses Jahr keine Zusatzbeiträge befürchten, da die finanzielle Lage das Kassen vergleichsweise stabil ist. Auch im nächsten Jahr soll wieder erreicht werden, Zusatzbeiträge zu vermeiden. Das schafft wieder mehr Vertrauen der Versicherten in die Krankenkasse, waren 2010 und das zurückliegende Jahr doch geprägt von Wechselwellen. Schon bei einem Zusatzbeitrag von lediglich fünf Euro sind viele Versicherte bereit gewesen, einen Wechsel ihrer Krankenkasse in Erwägung zu ziehen. Da können den Krankenkassen auch kein guter Service und keine Extraleistungen helfen. Für vier von zehn gesetzlich Versicherten sind fünf Euro Grund genug, die Kasse zu wechseln. So konnte es in einer Studie der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC festgestellt werden.
Als der Zusatzbeitrag 2010 eingeführt wurde, war ebendieser zu 90 Prozent Ursache für alle Mitgliederverluste in den Kassen. Bei den Kassen, die jetzt auch noch einen Zusatzbeitrag verlangen, wollen 12 Prozent „auf jeden Fall“ oder zumindest „sehr wahrscheinlich“ ihre Mitgliedschaft kündigen und in eine andere Kasse übertreten. Bei den Krankenkassen ohne Zusatzbeitrag sind es hingegen nur 2 Prozent der Versicherten, die einen Wechsel ins Auge fassen. Das ist das Ergebnis einer im letzten August durchgeführten Studie unter insgesamt 750 Mitgliedern gesetzlicher Krankenversicherungen zwischen 18 und 65 Jahren. „Vor allem jüngere und damit tendenziell gesündere Versicherte verlassen ihre Kasse, wenn diese einen Zusatzbeitrag verlangt. Es gehen ausgerechnet die Mitglieder, die für ihre Beiträge vergleichsweise wenige Leistungen beanspruchen, so dass sich die Finanzlage der Kasse schließlich sogar verschlechtern kann“, wie Nikolaus Schumacher, Partner bei PwC im Bereich Gesundheitswesen und Pharma, es erklärte.
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Adoptivkinder in der PKV
Christiane am 10. Januar 2012 · Kein Kommentar
Bei der Absicherung von adoptierten Kindern in der privaten Krankenversicherung gelten in der Regel die gleichen Grundsätze wie auch bei leiblichen Kindern. Die Versicherungsgesellschaft hat die Pflicht, die Kinder ohne Gesundheitsprüfung in die Versicherung mit aufzunehmen. Bei Adoptivkindern haben die Gesellschaften jedoch teilweise abweichende Rechte. Bekommt also ein Privatversicherter ein Kind, wird dieses ohne jegliche Gesundheitsprüfung in der eigenen Versicherungsgesellschaft versichert. Auf diese Weise wird erreicht, dass auch Kinder mit einer Behinderung Versicherungsschutz erhalten, obwohl sie sonst als nicht versicherungsfähig eingestuft würden.
Wichtig ist zu sagen, dass diese Regelung zwar nur für leibliche Kinder gilt, es aber gerade auch für adoptierte Kinder eine sehr ähnliche Regelung gibt. Voraussetzung, um das adoptierte Kind ohne Gesundheitsprüfung in der PKV unterzubringen, ist, dass das Kind minderjährig ist und dass der Termin der Anmeldung in der PKV spätestens zwei Monate nach der Adoption rückwirkend auf diesen Tag erfolgt sein muss. Als Adoptivkind wird sowohl ein Pflegekind als auch eine Stiefkindadoption betrachtet.
Die Versicherungsgesellschaften verlangen bei adoptierten Kindern oftmals einen Aufschlag. Wird das adoptierte Kind mit einer Vorerkrankung in der PKV angemeldet, kann die Gesellschaft je nach vorliegender Schwere und Art der Vorerkrankung einen Aufschlag von bis zu 100 Prozent verlangen. Das gilt nur für adoptierte Kinder, bei leiblichen Kindern würde dies rechtlich nicht tragbar sein. Wie auch bei leiblichen Kindern gibt es eine Aufnahmepflicht durch die Gesellschaft lediglich in dem Fall, dass der Versicherungsschutz des Kindes den des Erwachsenen nicht übertrifft.
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