Immer wieder wurde über den Verbleib des dualen Systems diskutiert. Die Meinungen dazu sind komplett verschieden, doch jetzt zeigt sich allmählich, dass duale System, bestehend aus privater und gesetzlicher Krankenversicherung, auch weiterhin bestehen wird, so sehen es zumindest viele Experten. Als sicher wird der Fortbestand der PKV von ihnen eingestuft. Um in Zukunft aber bestehen zu wollen, bedarf es einiger Änderungen, wie zum Beispiel, dass sich die beiden Seiten weiter aneinander annähern und auch sonst zunehmend zusammenarbeiten. Das aktuelle duale System in seiner derzeitigen zweigeteilten Form muss sich für die Zukunft verändern. Doch die Veränderungen haben schon länger begonnen und zeigen sich derart, dass die Unterschiede zwischen GKV und PKV immer geringer werden. Die PKV bedient sich zum Beispiel der Option von Arzneimittelrabatten, wohingegen die GKV bei ihren Tarifen mehr und mehr zum Abschluss privater Zusatzversicherungen rät. Dass sich etwas verändern muss, um den Bestand des dualen Systems zu erhalten, ist mittlerweile auch den Versicherern klar geworden, doch wird dazu auch die Mithilfe des Gesetzgebers nötig werden, wie es der Direktor des PKV-Verbandes, Volker Leienbach, formuliert.
Bis zum Jahre 2020 ist die Existenz der privaten Krankenversicherung laut Meinung von Experten jedenfalls nicht gefährdet, bis zu diesem Zeitpunkt wird die PKV jedoch in einer veränderten Form bestehen.
Beide Systeme werden sich Eigenschaften des jeweils anderen Systems abgucken und umsetzen, wie Professor Johann-Matthias Graf von der Schulenburg bei einer Podiumsdiskussion zum Thema PKV erklärte. Von der Einführung und gänzlichen Veränderung hin zur Bürgerversicherung, die dann eine einheitliche Krankenversicherung für jedermann darstellen würde, geht kaum jemand aus. Auch noch in diesem Jahr könnte die Politik für die entscheidenden Anstöße, in welche Richtung das duale System gehen soll, sorgen.