Wie oft wird von der privaten Krankenversicherung behauptet, dass sie zu teuer sei. Zwar werben einige private Krankenversicherer noch immer oft mit sehr preiswerten Einsteigertarifen, die teilweise nur unter 100 Euro pro Monat kosten, doch im Alter erhöhen sich die Beiträge zur privaten Krankenversicherung zum Teil in hohem Maße. So kommt es, dass eine Vielzahl privat Versicherte wieder in die gesetzliche Krankenversicherung zurück will, was nur unter bestimmten Voraussetzungen umsetzbar ist. Äußerst empfehlenswert ist daher ein Abschluss einer PKV in jungen Jahren, da auf diese Weise sogar im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung einiges an Geld einspart werden kann. Nicht nur Selbstständige und Beamte, sondern auch Arbeitnehmer, deren Gehalt sich oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze befindet, haben die Möglichkeit Mitglied einer privaten Krankenversicherung, PKV zu werden. Auch Studenten können von den preiswerten Angeboten der PKV profitieren und haben dann nach Beendigung des Studiums noch einmal die Wahl, ob sie zukünftig gesetzlich oder privat krankenversichert sein möchten.
Wie kommt der Beitrag in der PKV zustande?
Der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze am Bruttoeinkommen. Momentan liegt der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung bei 15,5 Prozent. Der Arbeitgeber hat von diesem Beitrag 7,3 Prozent und der Arbeitnehmer 8,2 Prozent zu zahlen. Der Beitrag zur privaten Krankenversicherung wird unabhängig von der Höhe des jeweiligen Einkommens erhoben. Ehepartner oder Kinder des Versicherten müssen eine eigene private Krankenversicherungspolice abschließen, wenn sie kein eigenes Einkommen erwirtschaften. Für ein Ehepaar können dadurch Beitragskosten in Höhe von knapp 1300 Euro pro Monat zusammenkommen.
Funktioniert Rückkehr von der PKV zur GKV im Alter?
Hat sich der Versicherte erstmal für die private Krankenversicherung entschieden, ist es nur in wenigen Ausnahmefällen möglich, in die GKV zurückzukehren – auch für ältere privat Krankenversicherte. Insgesamt müssen Versicherte beachten, dass für den Wechsel eine Altersobergrenze von 55 Jahren existiert. Versicherte, die sich oberhalb dieser Altersgrenze befinden, können nicht mehr in die GKV zurück. Eine weitere Option in die GKV zurückzukehren, gibt es über das Einkommen. Sollte das jährliche Einkommen des Arbeitsnehmers in zwei aufeinanderfolgenden Jahren nicht 50850 Euro überschreiten, kann er Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Darüber hinaus ist es möglich, beim Eintritt in die Arbeitslosigkeit zurück in die GKV zu wechseln.