Mit dem gestrigen Tag hat die Ergo Versicherungsgruppe ihre bereits vor längerem angekündigte Markenumgestaltung in Angriff genommen. Die erste Änderung betrifft die KarstadtQuelle Versicherung (KQV): Diese Marke, die bereits seit 2008 zum Ergo-Konzern gehört, ist nun in Ergo Direkt umbenannt worden. Für diesen Schritt gibt es gleich mehrere Gründe: Grund Nummer eins ist sicherlich, dass sich die Ergo auch international einheitlich präsentieren möchte – da irritieren natürlich Markennamen, die nach anderen Unternehmen klingen. Grund Nummer zwei ist, dass Unternehmen und Verbraucher dem Namen KarstadtQuelle spätestens seit der Insolvenz des Arcandor-Konzerns eher reserviert gegenüberstehen. Da den meisten nicht bekannt ist, dass die KQV schon lange nicht mehr zum Arcandor-Konzern gehört, assoziieren sie die Versicherung fälschlicher Weise mit dem insolventen Unternehmen, was sich u.a. in gesunkenen Vertriebszahlen niederschlug. Darüber hinaus macht der Arcandor-Insolvenzverwalter hohe Summen für die Nutzung des Markennamens geltend.
Mit dem Neustart mit Ergo Direkt gehen auch einige Änderungen einher. So will sich der Direktversicherer im neuen Gewand mehr auf den Direktvertrieb und auf eine jüngere Zielgruppe konzentrieren und dabei vor allem die Geschäftsfelder Lebens- und Krankenzusatzversicherung ins Visier nehmen. Krankenvollversicherungen sollen zukünftig nicht mehr angeboten werden. Bestehende Verträge verlieren jedoch nicht an Gültigkeit.
Neben der Marke KarstadtQuelle Versicherung verschwinden demnächst auch andere Ergo-Marken wie Hamburg-Mannheimer und Victoria. Ergo muss es nun schaffen, eine bisher praktisch unbekannte Marke auf dem heiß umkämpften Markt der Direktversicherer zu positionieren.
Lohnt sich ein Wechsel in die Private Krankenversicherung? Hier rechnen!
0 Reaktionen bis jetzt ↓
Bislang gibt es noch keine Kommentare.
Schreibe einen Kommentar