Trotz der Einführung des Zusatzbeitrags lastet auf der gesetzlichen Krankenversicherung ein immens hoher finanzieller Druck. Wie das „Hamburger Abendblatt“ schreibt, rechnen die Kassen für dieses Jahr mit einem hohen Verlust. Den ersten Hochrechnungen zufolge werden den Trägern der gesetzlichen Krankenversicherung rund 15 Mrd. Euro an Einnahmen fehlen.
Für die Versicherten sind dies keine erfreulichen Nachrichten. Denn bereits im vergangenen Jahr musste die gesetzliche Krankenversicherung vom Staat bzw. durch den sogenannten Gesundheitsfonds gestützt werden: Ganze 16 Mrd. Euro sind auf diesem Weg an die Krankenkassen geflossen. Wäre der Mittelfluss ausgeblieben, hätten die Kassen ihre Beiträge zumindest auf theoretischer Grundlage ihre Beiträge um rund 10 Prozent erhöhen müssen.
Um dieser Entwicklung entgegen zu wirken, spricht sich Doris Pfeiffer, die Vorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, für eine bessere Ausgabenkontrolle aus. Experten sehen ein großes Einsparpotential in verschiedenen Bereichen wie beispielsweise bei Arzthonoraren oder bei der Entmachtung von Pharmaherstellern. Ob es dennoch innerhalb kürzester Zeit gelingen wird, die Krankenkassen finanziell zu entlasten und somit stabile Beiträge zu gewähren, bleibt weiterhin fraglich.
Fakt ist, dass sich die Privat-Versicherten weiterhin im Vorteil befinden. Denn erst am Donnerstag gab der PKV-Verband an, dass die private Krankenversicherung im letzten Jahr gut gewirtschaftet hat. Zwar seien die Ausgaben gestiegen, aber zugleich konnten auch größere Rücklagen gebildet werden. Hieran wird deutlich, dass die Versicherer die Ausgaben unter Kontrolle haben und weiterhin stabile Beiträge gewährleisten können. Wer eine günstige Krankenversicherung sucht und sich gegen enorme Beitragsanstiege absichern möchte, ist daher gut damit beraten, sich für einen Versicherungswechsel zu entscheiden.
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