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Medikamente werden für Kassenpatienten teurer

Christiane am 31. August 2010 · Kein Kommentar

Dass die Krankenkassen und privaten Krankenversicherer unisono über teure Medikamente klagen, ist nicht neu. In die Klage einstimmen werden ab morgen aber wahrscheinlich auch zahlreiche gesetzlich Versicherte: Viele Medikamente werden für sie teurer, weil neue Zuzahlungsbefreiungsgrenzen und Festbeträge gelten. Darüber informierte nun die Bundesvereinigung der deutschen Apothekerverbände (ABDA).

Ab dem 01. September verringert sich die Zahl der Medikamente, die zuzahlungsfrei erhältlich sind, von bislang 10.000 auf nur noch 5.000. Davon betroffen sind u.a. Medikamente gegen Bluthochdruck oder Herz-Medikamente. Waren im September 2009 noch 36,1 Prozent der Medikamente zuzahlungsfrei, werden es ab morgen nur noch 18,2 Prozent sein.

Als zuzahlungsfrei gelten Medikamente, wenn ihr Preis 30 Prozent unter dem für sie festgelegten Festbetrag liegt. Der Festbetrag wird von den gesetzlichen Kassen bestimmt und ist der höchste Betrag, den gesetzliche Krankenkassen für ein bestimmtes Medikament bezahlen. Wird die 30-Prozent-Marke überschritten, müssen gesetzlich Versicherte Zuzahlungen leisten. Diese betragen pro Medikament mindestens 5, maximal 10 Euro und sind darüber hinaus begrenzt auf die tatsächlichen Kosten des Medikaments. Die Apotheken sind verpflichtet, die Zuzahlungen an die gesetzlichen Krankenkassen weiterzuleiten.
Übrigens: In der privaten Krankenversicherung erhalten Versicherte ihre Medikamente zuzahlungsfrei. Allerdings müssen sie zunächst in Vorkasse gehen und können sich den aufgewendeten Betrag von ihrer Versicherung zurückerstatten lassen.

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Tags: Krankenkasse · Krankenversicherung

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