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Immense Kosten für GKV-Versicherte?

Saskia am 4. September 2010 · Kein Kommentar

Der vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) jetzt vorgelegte Entwurf eines “Gesetzes zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung” (GKV-FinG) kann nach Einschätzung von Professor Dr. Jürgen Wasem von der Universität Duisburg/Essen auf längere Sicht systemverändernde Kraft mit sich bringen. Wasem erklärte zum Auftakt der zweitägigen Euroforum-Konferenz “PKV im Aufbruch”, dass Auswirkungen durch das GKV-FinG auf die Wettbewerbsfähigkeit der privaten Krankenversicherung (PKV) zwar erst auf längere Sicht zu erwarten sind, wobei aber tendenziell die Position der GKV gegenüber der PKV verstärkt werde.

Er skizzierte ein Szenario unter der Annahme, dass die jährlichen beitragspflichtigen Einnahmen in der GKV um zwei Prozent steigen und die Ausgaben um vier Prozent weiterhin progressiv wachsen. Sollte das Konzept, das die Versicherten über Zusatzbeiträge allein die Kostensteigerungen zu tragen hätten, auch politisch durchgehalten werde, könnte das bedeuten, dass schon im Jahr 2015 Zusatzbeiträge von monatlich durchschnittlich 22,90 Euro verlangt würden, um die zu erwartende Deckungslücke von 14,1 Milliarden Euro versuchen zu schließen. 2015 läge der Zusatzbeitrag dann bei 15,2 Prozent des Mitgliedbeitrags an dem Gesundheitsfonds. Wird dieses Szenario bis zum Jahr 2020 weiterentwickelt, kommt der Zusatzbeitrag mit monatlich 73,80 Euro bereits auf einen entsprechenden Anteil von 43,6 Prozent.

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Tags: Krankenversicherung

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