In einer Studie der Zeitschrift „Wiso“ wurde festgestellt, dass sich gesetzliche Kassenpatienten wesentlich länger auf einen Termin mit einem Facharzt gedulden müssen, als Privatversicherte. Dabei wurden ca. 60 Ärzte aus 5 deutschen Metropolen „untersucht“. Das Ergebnis ist allerdings ernüchternd. Ein privat Versicherter bekommt seine „Audienz“ schon ca. vier Tage später (in manchen Fällen sogar am selben Tag/ bzw. am Tag darauf), während es bei den gesetzlich krankenversicherten Artgenossen knapp neun Tage dauert, also ungefähr doppelt so lang (9,4 Tage in der Statistik).
Sogar Zeiträume von knapp zweieinhalb Monaten soll es gegeben haben. Auch wenn es nicht viel nutzt, dies stieß auf herbe Kritik seitens des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Dafür hatten die auch für die Betroffenen entsprechende Ratschläge parat. Wer zu lange warten muss, solle bei den sogenannten „Kassenärztlichen Vereinigungen“ um Hilfe bitten und sich zudem an den Kostenträger, also an die eigene Kasse wenden.
Die Kassenärztlichen Bundesvereinigungen wären in dieser Angelegenheit nicht ganz so abweisend, wie so manche Fachärzte. Der Vorstandsvorsitzende dieser Vereinigung musste die Infos jedoch etwas berichtigen, da nach seiner Aussage nur eine andere Betreuung der Patienten vorliegt, aber sonst keine Unterschiede erkennbar seien. Außerdem fügte er hinzu, solle man für die Doktoren etwas Nachsicht aufbringen, da die meisten Arztpraxen am Rande des Existenzminimums stehen.
Einen schönen Beitrag zur Lage der Arztpraxen findet man auch im Weblog von Pkv Financial. Der Radiodienst all4radio sprach dabei mit dem Ärzteverbund MEDI Deutschland.
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