Vieles muss sich im deutschen Gesundheitssystem ändern, um die Chance zu wahren, auch in Zukunft so sozial zu bleiben und nicht völlig unfinanzierbar zu werden. Passend dazu hat der derzeitige Präsident der Bundesärztekammer, Frank Ulrich Montgomery, erklärt, dass die Finanzierung des Gesundheitssystems neu konzeptioniert werden soll. Vor allem soll die finanzielle Ausstattung weg von der Orientierung an den Konjunkturdaten und hin zur Ausrichtung an der demografischen Entwicklung der Bevölkerung tendieren.
Anhand der aktuellen Beitragsentwicklungen wird deutlich, wie dringend eine Veränderung im Gesundheitssystem notwendig ist. In der PKV steigen die Beiträge teilweise ins Unermessliche und in der GKV müssen je nach Kasse und Konjunkturlage Zusatzbeiträge erheben werden. Das wirkt sich logischerweise negativ auf das Stimmungsbild der Versicherten aus. Zu helfen wissen sie sich nur noch mit einem Anbieterwechsel bzw. einem Kassenwechsel, doch eben diese zahlreichen Wechselwilligen können ebenfalls zur Instabilität der Krankenkassen beitragen. Schon im letzten Jahr hatten sich mehrere Parteien intensiver mit dem Thema beschäftigt. So hatte die Linke eine Studie zum Gesundheitssystem durchführen lassen und die SPD die Idee des Konzepts der Bürgerversicherung kundgetan. Das Konzept ist schon von vielen Seiten kritisiert worden, so auch von Montgomery. Seiner Ansicht zufolge würde die Bürgerversicherung erst recht die Zweiklassenmedizin beschleunigen und manifestieren. Die Idee sei zwar nicht schlecht, aber schlecht umgesetzt.
Um eine Gesundheitsversorgung dauerhaft auf gleichbleibendem Niveau zu gewährleisten, muss die Politik noch einiges tun. Die Prämienfinanzierung der Bundesregierung ist zum Beispiel ein guter Anfang, aber es wartet noch viel Arbeit.
Änderungen für stabiles Gesundheitssystem
Christiane am 20. Januar 2012 · Kein Kommentar
Tags: Krankenkasse · Krankenversicherung · Private Krankenversicherung

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