Auf die Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen kommen schwere Zeiten zu. Es geht um den so genannten Zusatzbeitrag, den mehrere Träger der Gesetzlichen Krankenversicherung schon bald erheben möchten: Für die betroffenen Versicherungsnehmer hat die Einführung des Zusatzbeitrags einen höheren Beitrag zur Folge: Um ca. 100 Euro wird sich der Beitrag pro Jahr erhöhen. Wie hoch die zusätzliche Belastung ausfällt, kommt dabei stets auf die jeweilige Krankenkasse an. Der Zusatzbeitrag darf sich auf maximal 1 Prozent vom Einkommen belaufen. Unter Berücksichtigung der geltenden Einkommensgrenzen wäre ein monatlicher Zusatzbeitrag von bis zu 37 Euro möglich.
In der vergangenen Woche gingen Experten noch davon aus, dass knapp 5 Mio. Mitglieder der Krankenkassen vom Zusatzbeitrag betroffen sind und schon bald einen höheren Beitrag entrichten müssen. Doch nun ist die Zahl der voraussichtlich betroffenen Kassenmitglieder sprunghaft angestiegen: Weitere Krankenkassen haben angekündigt, schon bald den Zusatzbeitrag erheben zu wollen. Mittlerweile sind es 10 Krankenkassen, die die Absicht verfolgen, den Beitrag zu erheben, um auf diese Weise die Löcher in ihren Kassen zu stopfen. Dies hätte zur Folge, dass ungefähr 10 Mio. Kassenmitglieder den Zusatzbeitrag entrichten müssen.
Der Umstand, dass mittlerweile 10 Krankenkassen den Zusatzbeitrag erheben möchten, lässt Experten davon ausgehen, dass bis Ende dieses Jahres jedes zweite Kassenmitglied den zusätzlich anfallenden Beitrag entrichten muss. Ein voreilig durchgeführter Wechsel innerhalb der GKV macht daher zum augenblicklichen Zeitpunkt nur wenig Sinn. Stattdessen heißt es abzuwarten, wie sich die Situation in den kommenden Wochen entwickelt und welche Träger der gesetzlichen Krankenkassen womöglich auch den Beschluss fassen, den Zusatzbeitrag erheben zu wollen.
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