Kosten der privaten Krankenversicherung

Der Versicherungsbeitrag in der privaten Krankenversicherung wird vollkommen anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung ermittelt. Die Kosten der PKV sind nämlich nicht an das Einkommen gekoppelt. Stattdessen entscheiden andere Faktoren über die Höhe des Versicherungsbeitrags.

Im Wesentlichen gibt es drei Faktoren, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Kosten in der privaten Krankenversicherung nehmen. Hierbei handelt es sich um den Versicherungsumfang, den Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers und dessen Alter. Nachfolgend wird die Bedeutung der einzelnen Faktoren erläutert.

Leistungen der PKV

Der Einfluss des Versicherungsumfangs auf die Kosten der PKV ist leicht zu verstehen. Wer mehr Leistungen in Anspruch nimmt, muss verständlicherweise einen höheren Versicherungsbeitrag entrichten. Leistungen, wie zum Beispiel Chefarztbehandlung oder Kostenübernahme von Heilpraktikerbehandlungen, führen zu einem höheren Beitrag.

Eine individuelle Absicherung muss deshalb aber nicht teuer sein. Bei vielen PKV Anbietern lassen sich Tarife gezielt und zugleich kostengünstig erweitern. Außerdem besteht bei zahlreichen Versicherern die Möglichkeit, den Leistungsumfang nach Bedarf anzupassen. Für junge Versicherungsnehmer bietet sich beispielsweise eine preiswerte Basisabsicherung an, die später gezielt erweitert wird.

Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers

Die Kosten in der PKV werden stark vom Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers beeinflusst. Versicherungsnehmer, die sich einer besten Gesundheit erfreuen, können sich daher besonders preiswert versichern. Wenn bei Eintritt in die PKV chronische oder sehr schwere Erkrankungen bestehen, kann sich der Versicherungsschutz dadurch verteuern. Die PKV Anbieter setzen dann oftmals Risikoaufschläge fest. Dennoch besteht auch in solchen Fällen die Möglichkeit, sich preiswert in der PKV zu versichern.

Alter bei Eintritt in die PKV

Mit dem Alter verhält es sich ganz ähnlich wie beim Gesundheitszustand. Wer jünger ist, wird im Regelfall seltener krank und somit auch günstiger versichert. Außerdem bleibt den Versicherern mehr Zeit, um Rücklagen für das Alter zu bilden. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen empfiehlt sich ein möglichst früher Eintritt in die private Krankenversicherung. Je früher gewechselt wird, desto niedriger sind die Kosten der PKV bemessen.

Zum Abschluss sei angemerkt, dass früher auch das Geschlecht einen Einfluss auf die Höhe des Versicherungsbeitrags genommen hat. Doch seitdem die Geschlechter im Versicherungswesen finanziell gleich behandelt werden müssen, können sich Männer und Frauen zu ähnlich hohen Beiträgen versichern.