Zulässiger Personenkreis in der PKV

Die private Krankenversicherung ist für einen großen Personenkreis zugänglich. Die meisten Bürger haben zumindest theoretisch die Möglichkeit, in die PKV einzutreten und somit einen maßgeschneiderten Versicherungsschutz zu erlangen. Ob diese Möglichkeit im konkreten Einzelfall besteht, lässt sich per Anfrage leicht herausfinden. Nachfolgend wird der zulässige Personenkreis in der PKV ausführlich vorgestellt.

Arbeitnehmer

Im zulässigen Personenkreis der PKV nehmen Arbeitnehmer eine besondere Rolle ein. Der Gesetzgeber hat nämlich sehr konkrete Vorgaben geschaffen, die von einem Arbeitnehmer zu erfüllen sind, damit er von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln darf. Die wesentliche Voraussetzung besteht darin, dass ein Arbeitnehmer in der GKV als freiwilliges Mitglied geführt wird. Dieser Fall liegt vor, wenn das Einkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze bzw. die Versicherungspflichtgrenze überschreitet.

Selbständige

Selbständige bzw. Gewerbebetreibende und Angehörige der freien Berufe können im Vergleich zu Arbeitnehmern deutlich leichter in die private Krankenversicherung eintreten. In ihrem Fall existiert nämlich keine Versicherungspflichtgrenze. Sie werden in der gesetzlichen Krankenversicherung automatisch als freiwillig versicherte Mitglieder geführt. Unabhängig vom Einkommen ist es daher möglich, jederzeit in die PKV zu wechseln.

Studenten

Was den Zugang zur privaten Krankenversicherung betrifft, so nehmen Studenten eine besondere Position ein. Auch sie haben unabhängig von ihrem Einkommen die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Allerdings zählen sie nur für kurze Zeit zum zulässigen Personenkreis der PKV. Gleich zu Studienbeginn muss der Eintritt in die PKV erfolgen. Ein späterer Wechsel ist nicht möglich.

Kinder und weitere Familienmitglieder

In der gesetzlichen Krankenversicherung sind Kinder und Ehepartner meist automatisch mitversichert. Hier greift die so genannte Familienversicherung, die einen entsprechenden Versicherungsschutz garantiert. Bei Ehepartnern greift die Familienversicherung jedoch nur unter der Voraussetzung, dass keine berufliche Tätigkeit ausgeübt wird. Ansonsten muss eine eigenständige Krankenversicherung abgeschlossen werden.

Im Bereich der PKV ist die Situation eine andere. Dort sind Kinder und Ehepartner nicht automatisch mitversichert – eine Familienversicherung gibt es nicht. Bei Ehepartnern entscheidet der berufliche Status darüber, ob die PKV zugänglich ist oder ob die gesetzliche Krankenversicherung gewählt werden muss. Kinder müssen in der PKV separat versichert werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Allerdings gibt es spezielle Kindertarife, die vergleichsweise günstig sind.